Sa, 16. Dezember 2017

3 'Engel' am Dachstein

26.08.2010 21:02

Beherzte Zeugen bergen Kind aus Gletscherspalte

Ein elfjähriges Mädchen aus Holland ist am Donnerstag vor den Augen seiner Familie im Dachsteingebirge in eine Gletscherspalte gestürzt. Die Kleine hatte bei einer Wandertour angeblich den markierten Weg verlassen, rutschte aus und fiel acht Meter tief. Sie wurde von drei erfahrenen Alpinisten, die zufällig in der Nähe waren, geborgen und musste ins Krankenhaus geflogen werden. Das Kind dürfte aber relativ glimpflich davongekommen sein.

Das Unglück passierte gegen 10.45 Uhr im Bereich des Hallstätter Gletschers im steirisch-oberösterreichischen Grenzgebiet auf etwa 2.700 Metern Seehöhe - und hätte weitaus schlimmer ausgehen können. Die Gletscherspalte ist nämlich etwa 40 Meter tief - die Elfjährige landete allerdings nach acht Metern auf einer Schneebrücke. Außerdem befindet sich in unmittelbarer Nähe der Spalte eine Berghütte.

Hüttenwirt und Alpinisten reagieren sofort
Der Hüttenwirt hörte die Hilfeschreie der geschockten Eltern und reagierte sofort. Nach Informationen der "Krone" konnten der Wirt sowie zwei erfahrene Alpinpolizisten, die sich rein zufällig in der Nähe der Unglückstelle bzw. der Hütte befanden, das Mädchen mit Hilfe eines Klettergurts nach nur zehn Minuten bergen.

"Massive Prellungen und Verstauchungen"
Nach der Erstversorgung durch ein Notarztteam wurde die Elfjährige per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus Schladming geflogen. Das Kind erlitt nach ersten Polizeimeldungen "massive Prellungen und Verstauchungen" sowie eine Unterkühlung, dürfte aber - wohl hauptsächlich dank der raschen Rettung - keine Folgeschäden davontragen.

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