Fr, 24. November 2017

Kein Ende in Sicht

27.07.2010 19:06

35. Unfall: Polizei-Zivilstreife von Poller aufgespießt

Es ist Unfall Nummer 35 seit der Poller-Einführung vor rund einem Monat gewesen. Das heißt, dass es pro Tag durchschnittlich ein Mal an den Einfahrten zur Salzburger Altstadt kracht. Jetzt erwischte es sogar ein Fahrzeug der Polizei-Zivilstreife, die Beamten waren einem Fiaker nachgefahren. Stadtrat Johann Padutsch verzweifelt langsam…

Zu dem jüngsten Vorfall kam es am Montagnachmittag im Rahmen der Festspiele: Die Zivilstreife der Salzburger Polizei war Teil eines Konvois, der für die politische Prominenz eingesetzt war. Der Unfallort war die Ausfahrt aus der Fußgängerzone an der Franziskanergasse.

Es war ein kleiner Irrtum mit fatalen Folgen. "Der Beamte hatte angenommen, dass ihm ein vor ihm fahrender Fiaker den Poller herunter lassen wollte und fuhr der Kutsche nach", hieß es aus der Polizeidirektion. Wie bereits Dutzende Male zuvor ging der Poller jedoch wieder hoch und spießte das Fahrzeug auf.

"Wie viele Warnhinweise sollen noch eingerichtet werden?!"
Zuletzt musste am Kajetanerplatz sogar ein Kran zur Bergung eines beschädigten Pkw eingesetzt werden, diesmal genügte ein normaler Abschleppwagen zum Abtransport. Stadtrat Johann Padutsch kann dazu nur noch seufzen: "Es gibt Halte- und Leitlinien, Plakate, Stopp-Tafeln und rote Ampeln. Ich hab’s fast aufgegeben. Es geht nicht mehr. Wie viele Warnhinweise sollen noch eingerichtet werden?!"

Generell zieht der Stadtrat freilich eine positive Bilanz: "Die Altstadt erscheint seither in einem atmosphärisch völlig anderen Licht. Ein freier Mozartplatz – das ist einfach schön." Und Zählungen der Polizei haben ergeben, dass täglich mehr als 700 Autofahrer vor den Barrieren umdrehen.

Kronen Zeitung

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