Mo, 18. Dezember 2017

Projekt chancenlos

25.05.2010 09:42

Gutachter-Streit um Bau der Tiefgarage am Makartplatz

Der Freilassinger Unternehmer Max Aicher besitzt am Makartplatz ein 99-jähriges Baurecht. Damit möchte er eine Tiefgarage mit mittlerweile nur noch 110 Stellplätzen errichten. Geplant war ursprünglich die doppelte Anzahl. Die Stadt Salzburg will nun ihr Baurecht wieder zurück. Begründung: Aicher habe das Projekt nicht ernsthaft verfolgt. Jetzt sind im jahrelangen Garagen-Streit die Gutachter am Wort.

Die Stadt hatte den Unternehmer vor Gericht gezerrt: Max Aicher hätte das Garagenprojekt nie ernsthaft verfolgt und jahrelang nichts von sich hören lassen. Er möge daher sein Baurecht für die öffentliche, zweigeschossige und 220 Plätze umfassende Makart-Garage zurückgeben.

Gutachter am Wort
Der denkt aber nicht daran und präsentierte ein Gutachten des Salzburgers Rainer Herbrich: Auch eine 110 Stellplätze umfassende Garage sei machbar. Die Stadt konterte mit einem Gegen-Gutachten, das feststellt: Die von Max Aicher geplante Überdeckung von 25 Zentimetern sei mangelhaft, sie müsse einen Meter betragen. Das aber wollte sich Aicher aus Kostengründen sparen.

Projekt gestorben?
Planungsstadtrat Johann Padutsch: "Es ist wohl auch der Charakter einer öffentlichen Garage nicht mehr gegeben, wenn sie nur 110 Stellplätze hat." Denn rund 90 Abstellplätze würden alleine die Anrainer benötigen, deren Autos man dann von der Oberfläche verbannen will. Padutsch: "Die Garage ist gefühlsmäßig eher tot als noch ernsthaft ein Thema."

von Wolfgang Weber (Kronen Zeitung) und krone.at

Das könnte Sie auch interessieren
Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Für den Newsletter anmelden