So, 22. Oktober 2017

Leichtigkeit in Stahl

21.05.2010 13:40

Neun Skulpturen von Venet zieren bis August die Stadt

Eines der prominentesten Fotomotive der Stadt Salzburg, der Krauthügel mit dem berühmten Henkerhäuschen am südlichen Fuß der Festung, ist bis zum 31. August in einen Skulpturenpark umgewandelt worden. Acht tonnenschwere Stahlskulpturen des Franzosen Bernar Venet sind im Auftrag von Salzburg Foundation und Stiftung für Kunst und Kultur Bonn auf dieser Wiese verteilt worden. Eine neunte Skulptur steht vor der Universität Mozarteum auf dem Mirabellplatz.

"Man muss den Krauthügel gänzlich neu begehen und sich Venets Kunst erarbeiten. Auf Basis von Mathematik und Emotion eröffnet dieses Skulpturenwerk eine neue Perspektive auf die Linie an sich", erläuterte Walter Smerling, Leiter der Bonner Stiftung für Kunst und Kultur am Freitag bei der Präsentation dieser temporären Ausstellung.

Tatsächlich wirken die tonnenschweren Skulpturen aus einer Mischung von Stahl und Kupfer leicht und elegant. Venet hat die Arbeiten nicht für Salzburg geschaffen, sondern lediglich ausgewählt. Bei der Präsentation der Werke betonte der Künstler aber den "exklusiven Kreativ-Akt" des Aufstellens.

Dirigentenstab noch nicht ad acta gelegt
Der 69-jährige Bernar Venet war 2006 und 2007 bei der Documenta in Kassel und hat sein Land bei den Biennalen von Venedig und Sao Paulo vertreten. Der Plan, einen 90 Meter hohen Dirigentenstab aus Stahl als "Hommage an die Musikstadt" im Zentrum Salzburgs aufzustellen, ist laut Smerling genehmigt, wurde aber wegen verkehrstechnischer Probleme vorerst nicht realisiert. "Die Idee wird weiterverfolgt, vielleicht gelingt eine Umsetzung in nächster Zukunft", so Smerling.

Kein Teil des zehnjährigen Kunstprojekts
Die Freiluftausstellung von Bernar Venet hat formal nichts mit dem zehnjährigen Kunstprojekt zu tun, das die Salzburg Foundation von 2001 bis 2011 betreibt und bei dem insgesamt zehn Künstler von internationalem Rang Werke im öffentlichen Raum Salzburgs aufstellen. Trotz einiger Finanzprobleme - Ankersponsor Credit Suisse ist kurzfristig ausgestiegen - soll das Projekt im Oktober 2010 mit einer Arbeit von Jaume Plensa fortgesetzt und 2011 mit drei österreichischen Positionen abgeschlossen werden.
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