Fr, 24. November 2017

Senkrechtes „F... you“

28.10.2009 17:13

Schwarzenegger-Veto mit F-Wort erhitzt die Gemüter

Bei den kalifornischen Demokraten gehen wegen einer angeblichen versteckten Beschimpfung in einem Veto-Schreiben Arnold Schwarzeneggers die Wogen hoch. Die Anfangsbuchstaben in dem Einspruchsschreiben gegen das vom Demokraten Tom Ammiano eingebrachte Gesetz ergeben ein wenig schmeichelhaftes "F... you".

Seit Dienstag rätseln kalifornische Medien, ob Schwarzenegger die Buchstabenkonstellation in seinem Schreiben (siehe Faksimile oben) bewusst so gewählt hat. Mit Ammiano war er Anfang Oktober nämlich aneinandergeraten, als ihn der Unterhausabgeordnete bei einer Demokratenveranstaltung bloßstellte und beschimpfte.

Schwarzenegger war als Ehrengast zu dem Fundraiser eingeladen worden, verließ den Event aber noch vor seiner Ansprache, nachdem ihm aus dem Publikum unschöne Dinge wie "Kiss my a..." entgegenschallten. Ammiano und seine Kollegen schlugen aus dem Abgang politisches Kleingeld, in dem sie den abwesenden Gouverneur in ihren Ansprachen danach weiter verhöhnten.

Schwarzeneggers Sprecher meinte am Mittwoch, das F-Wort sei "vollkommen unabsichtlich" entstanden. Zur Untermauerung zeigte er Schriftstücke aus dem Gouverneursbüro, in denen sich Worte wie "Poet" oder "Soap" bilden lassen. Wenn man so viele Schreiben verfasse, könnten solche Zufälle schon einmal passieren.

"Kreativer Einsatz der Zufälligkeit"
Die Demokraten fordern indes eine Entschuldigung und wollen nicht an einen Zufall glauben: "Hut ab vor dem Gouverneur für diesen höchst kreativen Einsatz der Zufälligkeit", spottete Ammiano-Sprecher Quintin Mecke. Er beschuldigte Schwarzenegger, das Wohl der Stadt San Francisco für politische Rache am Gegner zu riskieren.

Das abgelehnte Gesetz betraf die Renovierung des Hafens der viertgrößten Stadt Kaliforniens. Schwarzenegger hat sein Veto damit begründet, dass das Anliegen angesichts anderer dringend notwendiger Reformen (Gesundheitssystem, übervolle Gefängnisse, etc.) keine Priorität habe. Indirekt gibt Schwarzenegger dabei den Demokraten die Schuld für die Verzögerungen.

Zuletzt hatte der "Gouvernator" für Schlagzeilen gesorgt, als er seine Ehefrau Maria Shriver öffentlich dazu ermahnen musste, beim Autofahren mit Freisprecheinrichtung zu telefonieren. Arnies Gattin war zweimal fotografiert worden, als sie gegen das auf Betreiben ihres Ehemannes eingeführte Gesetz verstieß.

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