Mi, 25. April 2018

Mehrere Tote

15.03.2018 19:55

Florida: Neue Fußgängerbrücke stürzt auf Autobahn

Beim Einsturz einer nagelneuen Fußgängerbrücke nahe der US-Metropole Miami sind nach Angaben der Feuerwehr mindestens vier Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, sagte der Feuerwehrchef des Bezirks Miami-Dad in der Nacht auf Freitag. Die Suche nach möglichen weiteren Opfern werde fortgesetzt.

Zuvor hatte Floridas Senator Bill Nelson von sechs Toten gesprochen. Die Brücke war erst am Samstag errichtet worden und sollte Anfang 2019 offiziell für den Fußgängerverkehr freigegeben werden. Sie sollte Berichten zufolge so stabil ausgelegt sein, dass sie einem Hurrikan widerstehen kann.

Mehrere Autos begraben
Die 950 Tonnen schwere Brücke sackte am Donnerstag plötzlich in ganzer Länge von etwa 53 Metern zusammen und fiel auf die darunter liegende siebenspurige Straße. Dabei begrub sie mehrere Autos unter sich.

„Wie ein Erdbeben“
Fernsehbilder zeigten, dass von manchen Fahrzeugen nur noch die Stoßstange unter dem Beton hervorragte. Eine Augenzeugin sagte dem Sender ABC, der Einsturz habe sich angehört wie ein Erdbeben. Zur Unglücksursache gibt es noch keine Angaben, der Bauträger kündigte eine Untersuchung an.

Hätte Campus mit Studentenwohnheim verbinden sollen
Die Verantwortlichen der Florida International University, deren Campus durch die Brücke mit Studentenwohnheimen verbunden werden sollte, äußerten sich „schockiert und traurig über die tragischen Ereignisse“. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sagte, US-Präsident Donald Trump sei über das Unglück unterrichtet worden. Er werde jede notwendige Unterstützung anbieten.

Brücke erst vor Kurzem installiert
Die Brücke war erst vor weniger als einer Woche installiert worden. Die Fertigstellung war erst für kommendes Jahr geplant. Die Baukosten werden mit 11,4 Millionen US-Dollar (gut neun Millionen Euro) angegeben. In den USA kommt es selten vor, dass Brücken einstürzen. Bei dem schwersten Unglück dieser Art in den vergangenen Jahrzehnten kamen 2007 im US-Bundesstaat Minnesota 13 Menschen ums Leben.

 krone.at
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