Di, 24. April 2018

Fünf-Jahres-Bilanz

25.01.2018 16:14

Trofaiach: Gemeindefusion hat die Kassen gefüllt

Es war der „Test“ für die große steirische Gemeindereform: Schon Anfang 2013 fusionierte die Stadt Trofaiach mit den Umlandgemeinden Gai und Hafning. Fünf Jahre später fällt die Bilanz positiv aus. Die größere Stadt bekommt mehr Geld vom Bund, so konnten Investitionen getätigt und Schulden abgebaut werden.

Die Rechnung ist aufgegangen: Da Trofaiach seit der Fusion bei über 10.000 Einwohner liegt, erhält die Stadt pro Jahr etwa 1,5 Millionen Euro mehr Ertragsanteile aus Wien. „Der Effekt ist nachhaltig und nicht einmalig“, freut sich SP-Finanzstadtrat Peter Marschnig. Ansonsten ist Trofaiach einnahmenseitig nicht gesegnet und lukriert relativ wenig Kommunalsteuer. Dennoch konnte man – auch dank der Unterstützung des Landes – in den vergangenen Jahren circa 15 Millionen Euro in Großprojekte stecken (z. B. Schulen, Freibad, LED-Straßenbeleuchtung) und gleichzeitig den Schuldenstand senken. Lag er 2011 noch bei 19 Millionen Euro (die drei Altgemeinden zusammen), wird er heuer unter zehn Millionen Euro sinken.

Bürgermeister Mario Abl (SP) hebt hervor, was seit der Fusion alles getan wurde – von den Öffis über das Wohnen („Uns gehen bald die Flächen aus“) bis zu Belebungsversuchen der Innenstadt. Die beiden ehemaligen Gemeindeämter in Gai und Hafning sind vermietet, auch der Bauhof wurde zentralisiert und modernisiert. Der Mitarbeiterstand ist seit 2013 sogar leicht auf 149 gestiegen. „Wir haben einige Bereiche, die früher extern abgewickelt wurden, zurückgeholt und das Angebot etwa bei der Kinderbetreuung ausgedehnt“, erklärt Abl.

In der Bevölkerung sei die Fusion kaum mehr ein Thema. „Es hat geholfen, dass wir immer schon einen Pfarrverband und gemeinsame Schulen hatten“, meint Abl. „Wir haben eigentlich nur die Ortstafeln entfernt.“ Trotz der positiven Bilanz sind weitere Fusionen derzeit kein Thema. Im Vordergrund stehe die Zusammenarbeit in der Region.

Jakob Traby
Jakob Traby

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