Do, 26. April 2018

Helfer geschockt

22.01.2018 17:00

Steirer Horror-Hof: Tote Schafe, überall Ratten!

Mindestens zwölf tote Schafe, die irgendwo auf dem Grundstück herumlagen, ein verendetes Schwein, ein halb verwester Hahn inmitten anderer Hühner und "gefühlt tausend Ratten mittendrin" – ein schockierender Anblick bot sich Tierschützern und Behörden, die zu einem Anwesen in Graz-Umgebung gerufen wurden!

Die Bilder, die uns übermittelt wurden, gehören einmal mehr in die erbärmliche Kategorie "können wir unseren Lesern nicht zumuten": Etwa von einer Ratte, die an einem zusammengebrochenen Schaf frisst. "Wir sehen ja viel, aber das hat uns schockiert", so eine entsetzte Tierschützerin. "Überall sind Ratten herumgewuselt, überall lagen Tierleichen!"

Tote Tiere überall
Zwölf tote Schafe wurden laut Polizei gezählt, ebenso eine tote Muttersau. Die Hähne waren in einer kleinen Voliere zusammengesperrt, bekämpften sich im Stress; einer lag verwest darin. Pferd, Esel, Pony. Ziegen, gut 30 Schafe – teils in erbärmlichem Zustand.

Tierhalteverbot angestrebt
Den Polizeiberichten will der Gemeindechef "nicht vorgreifen", aber: "Es waren am Montag drei Amtstierärzte da und die Polizei – man kann es sich also vorstellen." Schon einige Male hätte die Behörde nach Zurufen aus der Bevölkerung dort eingreifen müssen (siehe auch Kommentar). Klare Worte: "Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, dass hier Tiere nicht mehr gehalten werden dürfen!"

Betrieb fiel schon früher negativ auf
Übrigens war der Betrieb bereits wegen der Schafsräude tierseuchenrechtlich gesperrt! Ob die Tiere an Räude oder Hunger gestorben sind, wird erst geklärt, auch, ob der Halter überfordert war. Die Gesunden werden nun außerhalb untergebracht, jene, die zu krank sind für den Transport, vor Ort versorgt. Anzeigen folgen.

Kommentar
Bei solchen horrenden Vorfällen ist oft der erste Aufschrei aus der Bevölkerung: "Da hat der Amtstierarzt wieder einmal nichts getan!" Das maßen wir uns als Urteil nicht an. Aber, Fakt ist: Schon seit Jahren fällt dieser Hof tierschutzrelevant auf. Schon seit Jahren weisen besorgte Mitmenschen auf Missstände dort hin. Ob es um illegal geschächtete (!) Schafe geht oder um einen spurlos verschwundenen Kettenhund. Die "Krone" selbst hat dazu nicht lockergelassen – und selbst wir konnten uns vom zuständigen, Interesse nicht einmal vortäuschenden Amtstierarzt so präpotente Aussagen anhören wie "Ich weiß nicht, wo der Hund jetzt ist. Stellen Sie sich einfach vor, der liegt irgendwo in der Sonne, genießt sein Leben". Fakt ist, Tiere sind tot, vermutlich erbärmlich verendet. Und Fakt ist, das ist vor den Augen der Behörde passiert. Denn angeblich war der Amtstierarzt mehrmals dort. Wie kann das also passieren? Hätte man die Tiere retten können? Gibt es Konsequenzen? Bitte aufklären!

Christa und Eva Blümel, Kronen Zeitung

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