Di, 24. April 2018

Stärke 7,6

10.01.2018 11:12

Schweres Erdbeben erschütterte Zentralamerika

Ein schweres Erdbeben hat am Dienstagabend Honduras erschüttert. Das Zentrum des Bebens der Stärke 7,6 lag in zehn Kilometer Tiefe und etwa 250 Kilometer nördlich von Puerto Lempira in der Karibik, wie die US-Erdbebenwarte (USGS) mitteilte. Eine Tsunami-Warnung für Küsten im Umkreis von tausend Kilometern wurde rund zwei Stunden später aufgehoben. Es war eines der stärksten Beben in der Region in den vergangenen Jahren. 

Das Beben sei in weiten Teilen des mittelamerikanischen Landes zu spüren gewesen, berichtete die Zeitung "El Heraldo". In den Nachbarländern Guatemala, Costa Rica und El Salvador war der Erdstoß ebenfalls bemerkbar. Auch im mexikanischen Bundesstaat Quintana Roo mit den beliebten Urlaubsorten Cancun und Playa del Carmen spürten die Menschen die Erdstöße. Nach ersten Berichten kamen die Bewohner Zentralamerikas und der Karibik aber glimpflich davon.

Keine großen Schäden erwartet
"Durch die Erschütterungen selbst erzeugte Gebäudeschaden sind an den nächstgelegenen Küstengebieten nicht zu erwarten", sagte Helmut Hausmann, Seismologe der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien. Die erwarteten Wellenhöhen hätten sich zwischen 0,3 und einem Meter bewegt. Berichte über Schäden oder Opfer gab es zunächst nicht. Die Wahrscheinlichkeit schwerer Schäden und Todesopfer sei gering, schrieben die USGS-Experten.

"Angesichts des Erdbebens in unserem Land haben wir die Systeme für den Notfall aktiviert", schrieb der honduranische Präsident Juan Orlando Hernandez auf Twitter. "Bitte bleibt ruhig, meldet Notlagen und folgt den Anweisungen des Katastrophenschutzes." Das Beben sei in den meisten Teilen Honduras spürbar gewesen, "aber wir haben keine Berichte zu Schäden erhalten", sagte der Chef des Katastrophenschutzes, Lisandro Rosales, einem lokalen Fernsehsender.

In der Region kommt es immer wieder zu heftigen Erdstößen. Im vergangenen September war Mexiko von zwei starken Erdbeben erschüttert worden. Dabei stürzten zahlreiche Häuser ein und Hunderte Menschen kamen ums Leben.

 krone.at
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