Di, 24. April 2018

Bei Diebstahl ertappt

06.01.2018 14:06

Letzter Ausbrecher von Berlin ist wieder in Haft

Das Quartett, das am 28. Dezember spektakulär über einen Lüftungsspalt im Berliner Gefängnis Plötzensee entkommen war, ist mittlerweile wieder vollständig in Haft. Der letzte Ausreißer wurde im Zuge eines Handtaschendiebstahls verhaftet. Von fünf weiteren Männern, die kurz nach diesem Coup innerhalb nur weniger Tage aus dem offenen Vollzug geflohen waren, sind drei wieder hinter Schloss und Riegel. Nach zwei weiteren wird weiterhin gefahndet.

Die Flucht der vier Häftlinge hätte aus der Feder eines Drehbuchschreibers stammen können: Das Quartett, das in der Kfz-Werkstatt der Justizvollzugsanstalt tätig war, entwendete Werkzeug und konnte sich seinen Fluchtweg über den Lüftungsspalt in der Außenmauer des angrenzenden Heizungsraums schaffen. Dabei wurden die Männer sogar von einer Überwachungskamera gefilmt.

Drei der vier Männer stellten sich anschließend freiwillig, in der Nacht auf Samstag wurde schließlich der letzte der Ausbrecher festgenommen. Er steht im Verdacht, an einem Taschendiebstahl beteiligt gewesen zu sein, berichtete die "Bild".

Zwei Häflinge aus offenem Vollzug noch abgängig
Nun gehen dem Berliner Gefängnis "nur" noch zwei Häftlinge ab. Nach dem Ausbruch aus der Werkstatt kehrten fünf Männer nicht mehr aus dem offenen Vollzug zurück. Diese sollten in Plötzensee eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen, weil sie Geldstrafen, beispielsweise wegen Schwarzfahrens, nicht begleichen konnten. Weil sie nicht als gefährliche Kriminelle eingestuft seien, gebe es geringere Sicherheitsstandards.

Ermittlungen zu Sicherheitslücken laufen
Berlins Justizsenator Dirk Behrendt zeigte sich gegenüber der "Bild" erleichtert, "dass alle Strafgefangenen, die aus dem geschlossenen Vollzug ausbrachen, wieder zurück sind". Er versprach weiters: "Die näheren Umstände der Flucht werden weiterhin aufgeklärt. Hierauf habe die Berlinerinnen und Berliner einen Anspruch." Eine Expertenkommission überprüfe potenzielle Sicherheitslücken in dem betroffenen Gefängnis.

Miriam Krammer
Miriam Krammer

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