Mi, 18. Oktober 2017

Annie Leibovitz

05.09.2009 18:57

US-Star-Fotografin droht der totale Bankrott

Die Starfotografin Annie Leibovitz steht unmittelbar vor dem finanziellen Ruin. Sollte sie nicht bis zum kommenden Dienstag ihre Schulden von 24 Millionen US-Dollar begleichen, droht ihr der Verlust ihres gesamten Vermögens und vor allem der Rechte an ihrem Fotokatalog. Ihr Gläubiger, die Firma Art Capital Group in New York, würde sogar in den kommenden zwei Jahren noch über ihre Arbeit und den Verkauf ihrer Bilder bestimmen.

Die "Los Angeles Times" berichtete, dass die Anwälte von Leibovitz in letzter Minute einen Zeitvorteil für ihre in Not geratene Mandantin ausgehandelt hätten. Dieser bezieht sich jedoch nicht auf die Zahlungsfrist, sondern eine Vorladung an den Supreme Court des Staates New York. Danach hat die weltberühmte Fotografin jetzt noch vier Wochen, um auf eine Klage ihrer Gläubigerin vor dem Obersten Gericht des US-Bundesstaates New York einzugehen.

Leibovitz besitzt ein riesiges Wohnhaus samt Atelier in New York sowie ein stattliches Landhaus. Im Juni 2008 befand sie sich offenbar in Geldnöten und wendete sich an Art Capital, ein Künstler-Finanzierer, der in den USA als "Highend-Pfandleiher" bezeichnet wird. Leibovitz sicherte sich 22 Millionen Dollar und haftete dafür neben ihrem Vermögen auch mit ihrem Fotokatalog. Die Summe wurde später um zwei Millionen erhöht und Art Capital sicherte sich dafür satte Renditen an ihren außerordentlichen Vertragsarbeiten für zwei Jahre, falls Leibovitz nicht zurückzahlen kann.

Fotorechte sind doppelt so viel wert
Wie die "L.A. Times" weiter berichtet, dürften Leibovitz Besitz und die Fotorechte aber weit mehr als das geborgte Geld wert sein, fast das Doppelte. Die Künstlerin, die mit Porträts von John Lennon und Yoko One sowie unzähligen weiteren Prominenten und auch Politikern berühmt wurde, verwehrt sich allerdings gegen eine Verwertung ihrer Arbeiten auf Postern, Postkarten und ähnlichem. Ausdrucke lässt sie meist handsigniert in geringer Auflage versteigern. In London wurde letztes Jahr eine Promi-Serie um 33.000 Dollar das Stück veräußert.

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