Fr, 20. Oktober 2017

Trickreiche Polizei

31.08.2009 10:45

Florida: Verdächtige mit „Krisen-Bonus“ angelockt

Die Fahndung nach Verdächtigen ist mühsame und zeitintensive Polizeiarbeit. Und bei der Verhaftung muss man oft mit gewalttätigen Bösewichten rechnen. Ein Polizeirevier in Florida hat sich all diese Strapazen mit einer einmaligen Aktion erspart. Es schickte über 100 Verdächtigen sogenannte "Stimulus checks" zu. Doch statt einer Finanzspritze von Vater Staat klickten am Schalter die Handschellen.

Immerhin 76 der per Post kontaktieren Verdächtigen gingen den Beamten des Fort Lauderdale Police Departments ins Netz. Für den geringen Arbeitsaufwand ein Erfolg, der sich sehen lassen kann. Die Briefe verschickte die Behörde als "South Florida Stimulus Coalition". Angeheizt durch die vielen Wirtschaftspakete Barack Obamas erscheint es den US-Bürgern derzeit wohl plausibel, dass Vater Staat auch ihnen Geld zum Ausgeben schenken könnte.

Die Verdächtigen kontaktierten eine Hotline und wurden an eine Adresse geschickt, meist handelte es sich um einen Gemeinde-Veranstaltungsaal. An einem Schalter mussten sie sich ausweisen - und noch mit gezückter Brieftasche klickten die Handschellen.

Ähnliche Aktionen in Planung
Laut Polizeisprecher Frank Sousa befanden sich unter den Verhafteten Mordverdächtige, Drogenhändler, aber auch Väter, die ihre Alimente nicht zahlen und vor den Behörden auf der Flucht sind. Angesichts der auswegslosen Sitation leistete keiner der 76 Verdächtigen Widerstand. In Zukunft will man vermehrt solche Aktionen starten und Verdächtige mit Kreativität statt mit bis an die Zähne bewaffneten polizeilichen Großaufgeboten fassen.

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