Mo, 20. November 2017

Horrende Rechnung

04.08.2009 17:33

Polizei jagt die Asphalt-Bande

Mit angeblich billiger Sanierung von Parkplätzen und Auffahrten lockt eine Bande britischer Betrüger derzeit Firmenchefs in die Falle. Denn sind die Asphaltierungsarbeiten erst einmal (schlecht) abgeschlossen, flattern horrende Rechnungen ins Haus. Wird dann nicht gezahlt, drohen die Gauner mit Mord und Totschlag!

Die Kriminellen wurden zuletzt in Wiener Neustadt gesehen, als sie den Chef einer Gärtnerei bedrohten. Jetzt melden sich immer mehr Opfer der Asphalt-Bande, die bereits vor zwei Jahren mit diesem Trick in Niederösterreich für Furore sorgte. In St. Pölten fiel eine Pool-Firma auf die frechen Betrüger hinein: "Wir überlegen eine Sammelklage mit anderen Geschädigten", heißt es.

Verdächtiger spricht mit stark schottischem Akzent
Auch bei einem Getreidehändler im Bezirk Tulln hatten die dubiosen Bauarbeiter bereits Anfang Juli ihr Glück versucht. "Ungefragt tauchte plötzlich ein etwa 40-jähriger Mann bei uns auf und bot an, mit seinen Kollegen unsere Auffahrt neu zu asphaltieren", erinnert sich der Betroffene. Der Verdächtige - er sprach Englisch mit stark schottischem Akzent - versicherte, dass bei Straßenarbeiten in der Nähe Teer und Kies übrig geblieben waren.

Doch als der angebliche Geschäftsmann dann der Frage nach einer Rechnung auswich, wurde der Getreidehändler misstrauisch und schickte den mutmaßlichen Betrüger weg: "Er hat es dann drei Wochen lang immer wieder versucht, bevor er mit seiner Bande anscheinend nach Süden weitergezogen ist."

von Thomas H. Lauber und Christoph Weisgram (Kronen Zeitung)
Symbolbild

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