Di, 17. Oktober 2017

Böses Erwachen

01.08.2009 18:10

„Asphalt-Bande“ zieht Firmenchef über den Tisch

Der berüchtigten Asphalt-Bande ist nun auch der Leiter einer Gärtnerei in Wiener Neustadt auf den Leim gegangen. Britische Arbeiter boten an, den Firmenparkplatz günstig zu sanieren – jetzt ist das Areal unbenützbar. Als der geprellte Kunde nicht zahlte, kündigten die Kriminellen Mord und Totschlag an.

Zuerst glaubte Andreas S. an eine besonders günstige Gelegenheit. „Ein Mann mit englischem Akzent fragte in unserer Firma an, ob wir  den Parkplatz sanieren lassen wollten“, schildert der Betriebsleiter. Bei Straßenarbeiten in der Nähe sei Asphalt übrig geblieben, erklärte der Fremde.

„Diesen könne er uns zu einem billigen Preis anbieten“, berichtet er Geschädigte weiter. Weil der Belag der Abstellplätze ohnehin  erneuert werden sollte, stimmte der 28-Jährige zu. Wenig später fuhren bereits Kehr- und Baumaschinen vor. 

Morddrohungen und Beschimpfungen
Doch als die Arbeiter abgezogen waren, folgte das böse Erwachen. „Die Betrüger haben nur Teer und Splitt aufgetragen. Ich muss das jetzt teurer entsorgen lassen“, klagt der Geprellte. Zudem forderte der Brite plötzlich 9.000 Euro.  Der Firmenchef zahlte nicht, sondern erstattete Anzeige: „Daraufhin wurde ich telefonisch beschimpft und auch mit dem Umbringen bedroht.“ Von den Tätern fehlt indes jede Spur.

Bereits vor zwei Jahren hatten britische Gauner mit dieser Masche in Niederösterreich abkassiert. „Jetzt ist diese Asphalt-Bande offenbar zurückgekehrt“, heißt es.

von Christoph Weisgram, Kronen Zeitung
Symbolbild

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