Di, 24. Oktober 2017

Vorerst kein Abriss

31.07.2009 13:04

Paracelsusbad unter Denkmalschutz gestellt

Das städtische Hallenbad von Salzburg, das Paracelsusbad, steht unter Denkmalschutz. Laut Bundesdenkmalamt ist dieser Zustand allerdings nur bis 31. Dezember 2009 befristet. Damit kann das Bad zunächst weder umgebaut noch abgerissen werden. Da das geplante "Spaßbad" im Stadtteil Liefering nicht gebaut wird, hatte es heftige Diskussionen gegeben, was mit dem Paracelsusbad geschehen soll.

Der Denkmalschutz für das Paracelsusbad ist durch eine Verordnung des Denkmalschutzgesetzes bis Ende des Jahres limitiert. Derzeit laufen Vorprüfungen, ob der Denkmalschutz auch über das Jahresende hinaus gelten soll, hieß es am Freitag.

Wirtschaftskrise schmälert Budget
Für die Erneuerung des Hallenbades sind Rücklagen in der Höhe von 26 Millionen Euro vorgesehen. Allerdings sollte diese Summe ursprünglich für das Erlebnisbad im Stadtteil Liefering verwendet werden. Da sich jedoch mehrere tausend Bürger in einer Unterschriftenaktion vor der Gemeinderatswahl am 1. März 2009 für den Erhalt des in den 1950er Jahren errichteten Parcelsusbades mitten in der Stadt ausgesprochen hatten, und zudem die Wirtschaftskrise die Stadtkasse schmälerte, setzte die Politik den Rotstift an.

Neubau oder Samierung?
Eine Arbeitsgruppe der Stadt Salzburg Immobilien GmbH (SIG) hat nun mehrere Varianten vorgelegt. Während Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) zuletzt für einen Abriss und Neubau oder Sanierung des Paracelsusbades samt Kurhaus eingetreten ist, sprach sich Vizebürgermeister Harry Preuner (ÖVP) aus Spargründen für eine einfache Sanierung während des laufenden Betriebes um elf Millionen Euro aus. Diese Variante enthält den Bau eines zusätzlichen, 60 Quadratmeter großen Schwimmbeckens im Kurhaus (siehe Grafik). So könnte das Paracelsusbad von den Kurgästen entlastet werden.

Kuranwendungen in Containern
Ein Totalabriss und Neubau würde laut Preuner insgesamt rund 62 Millionen Euro kosten. Dazu sei die Aufnahme eines Kredits über 33 Millionen Euro notwendig. Mieterlöse könnten zwar einen Teil der Kosten refinanzieren - eine Variante sieht eine Aufstockung des Gebäudes vor - was aber Jahre dauern würde. Wegen des Abrisses müssten die jährlich 33.000 Kuranwendungen ausgelagert werden. Wie das in Containern funktionieren solle, könne er sich nicht vorstellen, sagte Preuner.

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