Fr, 24. November 2017

„Let It Roll“

09.06.2009 13:46

Die besten Songs von George Harrison

Es ist eigentlich kaum zu glauben: Bis dato gab es kein Best-of-Album, das die gesamte, über 30 Jahre dauernde Solo-Karriere des "stillen Beatle" George Harrison abgedeckt hat. Für die beiden Label-Phasen Harrisons nach der Trennung der Beatles (Apple Records bis 1975, Dark Horse ab 1976) erschienen bisher immer nur separate "Best of"-Compilations. Mit der nun erscheinenden Zusammenstellung "Let It Roll - Songs By George Harrison" hat EMI nun Abhilfe geschaffen. Die mit 19 Tracks randvolle CD (Spielzeit 77:35 Minuten!) enthält die wichtigsten und bekanntesten Songs des 2001 an Krebs verstorbenen Ex-Beatles.

Für die Zusammenstellung der Lieder auf "Let It Roll" zeichnete Harrisons Witwe Olivia verantwortlich, Giles Martin, seines Zeichens Sohn von Beatles-Produzent George Martin, hat die Tracks in den legendären Londoner Abbey Road Studios digital optimiert (sprich remastered).

Link zur Harrison-Website in der Infobox!

Nicht weniger als elf der 19 Songs stammen von den drei erfolgreichsten Solo-Werken Harrisons – von der Ende 1970 erschienenen Dreifach-LP "All Things Must Pass" (darunter die Hits "My Sweet Lord" und "What Is Life"), dem 1987 veröffentlichen Album "Cloud Nine" (mit den Singles "Got My Mind Set On You", "When We Was Fab" und "This Is Love") sowie der 2002 posthum erschienen CD "Brainwashed". Von letzterer schafft es unter anderem die Instrumental-Nummer "Marwa Blues" auf die Zusammenstellung - vermutlich nicht zuletzt deshalb, weil es für den Titel einen Grammy in der Kategorie "Best Pop Instrumental Performance" gab.

Von den restlichen neun Solo-Alben des Gitarristen haben es nur zwei Songs auf "Let It Roll" geschafft: "Blow Away" (1979 erschienen auf der LP "George Harrison") und "All Those Years Ago" (1981), eine Hommage an den im Dezember 1980 ermordeten John Lennon, für die es zu einer Wiedervereinigung der Ex-Beatles Harrison, McCartney und Starr im Studio kam.

Drei Beatles-Hits in Live-Versionen
Enthalten sind auf "Let It Roll" auch drei von Harrison wohl bekanntesten Beatles-Hits: "While My Guitar Gently Weeps", "Something" und "Here Comes The Sun" in Live-Versionen vom legendären "Concert For Bangladesh". Harrison hatte dieses erste Benefiz-Konzert der Pop-Geschichte, das am 1. August 1971 im Madison Square Garden in New York stattfand, initiiert. Schade, dass daher der eigenes für die Aktion geschriebene und als Single veröffentlichte Song "Bangla Desh" auf der CD fehlt.

Auf "Let It Roll" raufgepackt hat Olivia Harrison auch zwei Soundtrack-Songs: die vom Ex-Beatle zusammen mit Tom Petty geschriebene Nummer "Cheer Down" aus dem Film "Lethal Weapon II" und die Dylan-Komposition "I Don't Want To Do It" aus dem Streifen "Porky's Revenge".

Der CD beigelegt ist ein 28-seitiges Booklet mit seltenen, bislang teils unveröffentlichten Fotos und Infos zur Karriere Harrisons.

Fazit: Eine durchaus repräsentativer Querschnitt durch das Oevre des Ex-Beatles. Einziger Kritikpunk: Anstelle der erwähnten Live-Aufnahmen hätte man auch gut Songs wie "You", "This Song" oder etwa den kurz vor Harrisons Tod aufgenommenen Titel "Horse To The Water", der bislang nur auf dem Album "Small World, Big Band" von Harrisons Freund Jools Holland (2002) erschienen ist, nehmen können.

9 von 10 Dark Horses

von Wilhelm Eder

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