Do, 23. November 2017

So geht‘s auch

09.06.2009 10:16

Politiker verbietet das Wort „Finanzkrise“

Milliardenschwere Konjunkturpakete, "Bad Banks", Staatsbürgschaften, händeringende Investorensuche bei arabischen Ölscheichs? Die Finanzkrise sorgt rund um den Globus für Sorgen und Ärger bei Regierenden und Regierten – nun ja, fast um den ganzen Globus. Denn in Russland gehen die Uhren etwas anders. Dort hat ein simpler Erlass eines Regionsvorstehers die Finanzkrise beendet: Er hat den Begriff nämlich einfach verboten!

Für diesen eigenwilligen Schachzug gegen die Krise zeichnet der Verwaltungschef der östlich von Moskau gelegenen Region Noguinsk, Wladimir Laptew, verantwortlich. Beamten in Laptews Einflussbereich, die sich in der Öffentlichkeit nicht an diese Sprachregelung hielten, drohe jedenfalls die Entlassung, berichtete die Zeitung "Kommersant".

"Krise findet bloß im Kopf statt"
"Die Krise findet im Kopf statt, nicht in der Wirtschaft", sagte Laptew dem Blatt. In der Region herrschten demnach "Bedingungen für normale Arbeit", die Finanzkrise werde aber von Unternehmen als Vorwand für Entlassungen genutzt.

Laptew: "Wie Verbot des Tragens von Miniröcken"
"Unter dem Slogan der Finanzkrise weigern sie sich, ihren Verpflichtungen nachzukommen", sagte Laptew. Bei dem Verbot handle es sich nicht um einen Eingriff in die Redefreiheit. "Es ist dasselbe, wie seinen Angestellten das Tragen von Miniröcken im Büro zu verbieten", sagte Laptew.

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