Mi, 17. Jänner 2018

Eishockey-WM

02.05.2009 21:37

Tschechien demütigt Slowakei mit 8:0

Weltmeister Russland hat sich am Samstagabend bei der Eishockey-WM in der Schweiz als dritte Mannschaft nach Vize-Weltmeister Kanada und dem WM-Dritten Finnland für das Viertelfinale qualifiziert. Der Titelverteidiger besiegte in der Zwischenrunden-Gruppe E in Bern die USA mit 4:1 und feierte damit auch im fünften Spiel einen Sieg. Mannschaft des Tages war aber Tschechien, das in der Gruppe F im Bruderduell die Slowakei mit 8:0 (0:4, 0:4, 0:0) demütigte. Für die Slowakei war es die höchste Niederlage bei einer WM, Tschechien steht vor dem Aufstieg ins Viertelfinale.

Die USA gingen durch Stempniak (4.) nach Patzer von Torhüter Bryzgalow in Führung, doch die klar besseren Russen drehten noch im ersten Drittel das Spiel. Saprykin (6.) und Pereschogin (10.) jeweils im Powerplay sowie Mosjakin (18.) brachten den Weltmeister mit 3:1 in Führung. Radulow fixierte im Powerplay nach herrlichem Pass von Saprykin den Endstand zum 4:1 (22).

Tschechien demütigt Slowakei mit 8:0
In Kloten erlebte die slowakische Nationalmannschaft ihre wohl bitterste Stunde. Der Weltmeister von 2002, damals wie heute unter Teamchef Jan Filc, einst Trainer bei Stadlau, wurde von Tschechien gedemütigt und kassierte mit dem 0:8 die höchste Niederlage bei einer WM.

Die Slowakei hatte sich 1993 von Tschechien friedlich getrennt, das Eishockey-Team war von der C-Gruppe in die A-Gruppe durchmarschiert und hatte sich als eine der besten acht Mannschaften etabliert. Am 11. Mai 2002 sorgten Miroslav Satan, Peter Bondra, Zigmund Palffy und Co mit WM-Gold in Schweden für den größten sportlichen Erfolg des jungen Landes. Damals wie heute an der Bande: Der ehemalige Stadlau-Trainer Jan Filc, der hilflos zusehen musste, wie sein Team diesmal ins Debakel schlitterte.

Altstar Jagr eröffnete das Bestschießen
Tschechiens Altstar Jaromir Jagr eröffnete mit zwei Treffern des Bestschießen (7., 10.), Blatak (13./PP) und Cervenka (16.) erhöhten noch im ersten Drittel auf 4:0. Wie einseitig die Angelegenheit war, zeigte auch die Torschussstatistik von 20:2 nach dem ersten Drittel. Kotalik (26.) und noch einmal Cervenka (30.) sorgten für die Tore fünf und sechs, ehe sich auch die zwei aus der NHL nachnominierten Spieler in die Torschützenliste eintragen konnten: Michal Michalek (San Jose Sharks) traf zum 7:0 (31.), Patrik Elias (New Jersey Devils) zum 8:0 (39.).

Siege für Weißrussland und Lettland
Im zweiten Spiel der Gruppe F feierte Weißrussland einen überraschenden 2:1-Sieg nach Penaltyschießen gegen Finnland. Weißrussland ging mit dem schnellsten Tor dieser WM in Führung, Demagin traf bereits fünf Sekunden nach dem ersten Bully. Niskala glich im Powerplay aus (34.), trotz 45:18 Torschüssen gelang Finnland aber kein weiterer Treffer mehr. Lettland deklassierte Frankreich mit 7:1 und hat damit die Chance, zum ersten Mal seit 2004 wieder in das Viertelfinale einzuziehen.
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