Mi, 22. November 2017

Kleidung in Brand

14.04.2009 11:46

Schüler in 16.000 Volt starken Stromkreis geraten

Eine leichtsinnige Kletterpartie hat für den 17-jährigen Julius M. aus Niederösterreich mit lebensgefährlichen Verletzungen im Spital geendet. Der Schüler stieg am Montagabend mit einem Freund auf einen abgestellten Güterwaggon nahe dem Handelskai in Wien-Brigittenau. Dabei geriet er mit der Starkstromoberleitung (16.000 Volt) in Kontakt. Seine Kleidung fing Feuer, brennend wurde der Bub auf die Gleise geschleudert!

Sechs junge Niederösterreicher haben sich von der Wiener Innenstadt zu Fuß auf den Heimweg nach Klosterneuburg gemacht. Auf dem Bahngelände beim Handelskai hatten zwei der Schüler eine fatale Idee: Der 17-jährige Julius M. und sein gleichaltriger Freund Marco R. stiegen "zum Nachdenken" auf das Dach eines Güterwaggons.

Lichtbogen springt auf Burschen über
Doch die beiden hatten bei ihrer Kletterpartie offenbar die Gefahr unterschätzt, die von der Starkstromoberleitung über ihnen ausging. Zwar achteten die 17-Jährigen darauf, diese nicht zu berühren, aber Julius M. näherte sich auf unter eineinhalb Meter. Die Folge: Ein Lichtbogen sprang von der Leitung auf ihn über und versetzte dem Buben vor den Augen seiner Freunde einen gewaltigen Stromschlag.

Freund leistet Erste Hilfe
Die Kleidung des 17-Jährigen fing blitzartig Feuer, darüber hinaus wurde Julius M. mit voller Wucht auf die Gleise geschleudert. Noch am Unfallort leistete sein Freund, der mit dem 17-Jährigen auf den Güterwagen geklettert war, Erste Hilfe. Er kam beinahe ungeschoren davon, schürfte sich lediglich durch das Abspringen vom Waggon die Handballen auf.

Der junge Bursche wurde mit schwersten Verbrennungen und einem Schädelhirntrauma ins Spital gebracht und schwebt seitdem in Lebensgefahr.

von Brigitte Blabsreiter (Kronen Zeitung) und noe.krone.at

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