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11.03.2009 12:30

Die ersten Störche sind gelandet

Die ersten Störche sind am Sonntag in Horn und Kilb gelandet. Sie hatten einen weiten Flug hinter sich, kamen sie doch aus ihren Winterquartieren in Afrika. Das Ankunftsdatum 8. März ist ist eher durchschnittlich. So gab es in der jüngeren Vergangenheit schon Anfang März erste Sichtungen, bisweilen ließ "Adebar" aber auch schon bis Anfang April auf sich warten. Entscheidend ist dabei weniger das Wetter in Österreich als jenes auf der Flugstrecke der Störche.

Für ihren Weg aus den Winterquartieren in Afrika zurück nach Europa schlagen die Vögel verschiedene Wege ein. Die sogenannten Weststörche ziehen über die Meeresenge von Gibraltar in Richtung Spanien und Frankreich. Die Oststörche, zu denen auch die österreichischen Vögel gehören, nehmen dagegen den Weg über den afrikanischen Graben, den Sinai, Israel und die Türkei.

Eine Übersicht über die Flugwege der Störche findest du in der Infobox!

Dass die Vögel dabei das offene Meer meiden und weite Umwege in Kauf nehmen, hat seine Gründe. Sie legen nämlich einen guten Teil der Strecke im Segelflug zurück, dabei nutzen sie Aufwinde, die hauptsächlich über Landmassen entstehen, denn das Meer erwärmt sich bei Sonneneinstrahlung nur sehr langsam, und es gibt kaum Aufwinde.

Mehr Futter in Afrika
Grund für die lange Reise auf den schwarzen Kontinent ist das Futterangebot. In Afrika finden die Tiere mehr Nahrung - Insekten, Frösche oder Fische - als im winterlich verschneiten Europa. Zum Brüten haben die "Adebare" dagegen in Europa weniger Konkurrenz. In Afrika müssen sich die Störche etwa mit Abdimstörchen oder Nimmersatten um die gleiche Nahrung streiten.

Die Störche fühlen sich wohl bei uns
Die Störche dürften sich in Österreich jedenfalls richtig wohlfühlen: Mit gezählten 349 Brutpaaren waren die Storchenzähler im Vorjahr jedenfalls ganz zufrieden, wenngleich die Rekordzahlen um die Jahrtausendwende von über 400 Brutpaaren noch nicht erreicht wurden. 109 der Pärchen nisteten sich 2008 in Niederösterreich ein.

Als "ausgesprochen erfreulich" beurteilen die Forscher auch den Umstand, dass  im Vorjahr 807 Jungvögel ausgeflogen sind. Eine derart hohe Zahl hat es seit dem Jahr 2000 nicht mehr gegeben.

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