Mo, 21. Mai 2018

"Agenten der USA"

23.02.2009 15:53

Zawahiri beschimpft Jemens Präsident und Saudis

Der zweite Mann an der Spitze des Terrornetzwerks Al Kaida, Ayman al-Zawahiri, hat das saudische Königshaus und den jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh in einer Audio-Botschaft als "US-Agenten" heftig beschimpft. In der Aufnahme, die am Montag von Islamisten-Websites veröffentlicht wurde, sagt eine Stimme, die stark an die Stimme Zawahiris auf früheren authentischen Tonbändern erinnert: "Das Herrscherhaus von Ibn Saud und der jemenitische Präsident Ali Abdallah Saleh haben ihre Religion verkauft." Sie seien "Agenten der USA".

Das Tonband muss neueren Datums sein, weil Zawahiri in seiner Botschaft Bezug auf Ereignisse nimmt, die erst wenige Tage zurückliegen. Unter anderem erwähnt er die Rede, die der afghanische Präsident Hamid Karzai am 8. Februar bei der Sicherheitskonferenz in München gehalten hatte. Der Al-Kaida-Vize sagte, das Versöhnungsangebot Karzais an die sogenannten gemäßigten Taliban, die keine Beziehungen zu Al Kaida haben, sei genau so eine Farce wie zuvor der Versuch Saudi-Arabiens, zwischen dem afghanischen Präsidenten und den Taliban zu vermitteln. "Fallt nicht darauf herein!", so Zawahiri.

Durchhalteparolen für Gleichgesinnte
An die Adresse der militanten Islamisten in Somalia, für die Palästinenser im Gazastreifen und für die Al-Kaida-Zellen im Jemen gab es Durchhalteparolen. Die Eroberung des Sitzes des somalischen Übergangsparlaments in der Stadt Baidoa durch die islamistischen Kräfte sei "ein Schritt auf dem Siegeszug des Islam". Indes stieg nach einem Selbstmordanschlag auf die Friedenstruppen der Afrikanischen Union (AU) in Somalia am Sonntag die Zahl der getöteten Soldaten auf elf. Die 15 bei dem Attentat in der Hauptstadt Mogadischu Verletzten wurden nach Nairobi in Kenia gebracht, wo sie medizinisch versorgt werden.

Al-Kaida-Terroristen im Irak hingerichtet
Im Irak sind drei Al-Kaida-Terroristen gehängt worden, die an der Enthauptung eines Offiziers der irakischen Armee beteiligt waren. Nach Informationen der Bagdader Tageszeitung "Al-Sabah" vom Montag hatte einer der zum Tode Verurteilten die spektakuläre Hinrichtung eines Offiziers gefilmt. Der Mann war von den Komplizen des Terroristen in der Provinz Diyala vor den Augen von Passanten geköpft worden.

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