Do, 24. Mai 2018

Wildwest in Hernals

21.10.2008 08:51

Affäre um Mord in einem Café in Wien-Hernals

Als vor zwei Jahren bei einer Schießerei in einem Café in Wien-Hernals ein Mann getötet und ein zweiter verletzt wurde, ahnte niemand, welche Folgen das haben würde: ein aberwitziges Verwirrspiel um falsche Aussagen und bedrohte Zeugen, bei dem sogar ein Kriminalbeamter seine Hände im schmutzigen Spiel gehabt haben soll.

Es begann alles in der Nacht zum 30. Mai 2006 mit einem Streit um einen Sänger in besagtem Lokal in der Ottakringer Straße. Schüsse fielen, ein Mann blieb tot auf dem Gehsteig zurück. Ein Albaner saß 18 Monate in U-Haft, ehe er in einem spektakulären Prozess freigesprochen wurde. Denn zahlreiche Zeugen, die den Angeklagten schwer belastet hatten, wollten plötzlich gar nichts mehr gesehen haben.

Kriminalbeamter im Zwielicht
Es tauchte die Vermutung auf, ein Kriminalbeamter habe seine Hände bei den ersten Einvernahmen im Spiel gehabt, um den Verdacht in eine falsche Richtung zu lenken. Der Polizist ist, auch wegen anderer Verstrickungen mit der Unterwelt, längst suspendiert. Gegen ihn wird ermittelt.

Jetzt stehen drei Männer in Wien vor Gericht, unter anderem ein Cafetier und ein früherer Boxer. Sie sollen eine Zeugin damals bedroht haben, falsch auszusagen. Zwei der Angeklagten verweigern vor Richterin Claudia Moravec jede Aussage, der dritte bestreitet alles.

Kronen Zeitung (Foto: Andi Schiel)

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