Sa, 24. Februar 2018

Nach Verkehrschaos

25.09.2008 16:08

"Autos sind nicht die Zukunft der Stadt Graz"

Staus in der Keplerstraße, rund um den Griesplatz usw., GVB-Busse, die eine halbe Stunde Verspätung aufrissen - der "autofreie" Montag in der Annenstraße hat für erhebliche "Kollateralschäden" gesorgt (siehe auch Diashow in der Infobox). Während die grüne Vize-Bürgermeisterin Lisa Rücker durch die verkehrsberuhigte Annenstraße flanierte, wurden Pkw-Fahrer und GVB-Kunden von einer Blechlawine begraben. Rücker verteidigt nun ihre Maßnahme und kündigt weitere autofreie Tage in Graz an.

"Ich werde es den Autofahrern möglichst schwer machen", so die Grazer Vize-Bürgermeisterin. Gedacht als Symbol für mehr Öffis und Radverkehr (beides zweifellos wichtige Anliegen), wurde der autofreie Tag eher zu einem Symbol für die möglichen Folgen allzu ungestüm durchgesetzter Verkehrsberuhigung.

Frau Rücker, Ihre Bilanz zum autofreien Tag?
"Graz hat gespürt, dass es ihn gegeben hat. Wir haben vorab informiert, viele Autofahrer haben das nicht ernst genug genommen, das tut mir leid. Ich verstehe, dass sich Leute ärgern, die im Stau stehen. Ich möchte festhalten, dass ich nichts gegen Autofahrer habe sondern gegen die unüberlegte Nutzung des Autos."

Sie setzen vor allem auf die Öffis. Wollen sie deren Benutzer gegen die Autofahrer ausspielen?
"Nein! Ich verstehe nicht, warum jetzt alle so überrascht sind über meinen Öffi-Schwerpunkt. Wir Grünen haben immer genau gesagt, was wir wollen. Die Zukunft der Stadt Graz ist nicht das Auto. Wenn die Menschen hier gesund leben wollen, muss es Maßnahmen geben. Als die Fußgängerzone in der Herrengasse installiert wurde, dachten auch viele, die Stadt bricht zusammen. Heute ist sie nicht mehr wegzudenken."

Es wird weitere autofreie Tage in Graz geben.
"Ja, themenspezifisch, wie etwa in der Innenstadt. Die lebt ja vor allem durch Fußgänger und Radfahrer. Aber heuer passiert nichts mehr."

Interview: Gerald Richter, "Steirerkrone"

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