So, 25. Februar 2018

Vor dem Abgang

12.09.2008 12:21

Bush will Bin Ladens Kopf als letzte Trophäe

"Ich will Osama bin Laden! Tot oder lebendig!", dröhnte US-Präsident Bush nach den Anschlägen vom 11. September. Sieben Jahre später ist seine Amtszeit am Auslaufen, der Terror-Pate aber immer noch verschwunden. Also macht Bush Druck auf Geheimdienste und Militär: Er will Bin Ladens Kopf als letzte, ultimative Trophäe!

"Sie wollen ihn endlich finden, bevor der Präsident sein Amt verlässt", erklärte ein US-Diplomat der "Washington Post". Aber bis dahin ist nicht mehr viel Zeit. Am 20. Jänner 2009 wird der nächste US-Präsident eingeschworen und übernimmt die Macht im Weißen Haus.

Daher haben die Spezialkommandos der USA auf obersten Befehl ihre bisherige Strategie geändert. Die Jagd auf Osama bin Laden erfolgt nicht mehr nur mit unbemannten Drohnen, die einen Menschen aus 5.000 Meter Höhe identifizieren und töten können, sondern auch mit Bodentruppen.

US-Truppen im Alleingang
Und anders als bisher schlagen die US-Truppen von Afghanistan aus alleine, also ohne Absprache mit Islamabad, im pakistanischen Grenzgebiet zu, wo Bin Laden vermutet wird. Denn die bisherigen Misserfolge werden auch darauf zurückgeführt, dass die - eigentlich verbündete - pakistanische Armee stets eingeweiht war. "Spezialeinheiten", so ein CIA-Sprecher, gingen "mit schnellen, harten Schlägen" gegen Terroristen vor.

Mit einem Erfolg bei der Jagd nach Bin Laden würde aber nicht nur Bush sein wichtigstes Ziel doch noch erreichen, es wäre auch die beste Wahlkampfunterstützung für den republikanischen Präsidentschaftskandidaten John McCain.

Christian Hauenstein, Kronen Zeitung

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