So, 20. Mai 2018

Sarah Palin hilft

08.09.2008 20:06

John McCain überholt Barack Obama in Umfrage

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain liegt einer Umfrage zufolge derzeit in der Wählergunst leicht vor seinem demokratischen Gegenspieler Barack Obama. Laut einer am Sonntagabend veröffentlichten Erhebung des Instituts Gallup käme McCain derzeit auf 48 Prozent der Stimmen, während Obama nur 45 Prozent erreichen würde. In der vergangenen Woche - vor dem Parteitag der Republikaner - hatte Obama noch einen Acht-Prozent-Vorsprung auf McCain gehabt.

Weniger als 60 Tage vor der Wahl am 4. November ist der Ausgang damit weiter offen. In den vergangenen Wochen war je nach Umfrage einmal McCain, dann wieder einmal Obama in Führung gelegen. Zudem wird der Präsident der USA nicht direkt gewählt, sondern durch ein Wahlmänner-Kollegium, was Prognosen erschwert. In einigen US-Staaten - darunter großen wie Florida, Ohio oder Pennsylvania - ist dabei weiter kein klarer Sieger zu erkennen. In den kommenden Wochen werden die Kandidaten ihren Wahlkampf auf diese Landesteile konzentrieren.

"Gute Zeit" mit Sarah Palin
McCain profitierte offensichtlich vor allem von den ausgesprochen positiven Reaktionen auf seine konservative Vizepräsidenten-Kandidatin. Palin hatte mit einer kämpferischen Rede voller sarkastischer Seitenhiebe auf Obama die Parteibasis mobilisiert. McCain entschied sich nach Angaben seines Beraters Mark Saller dafür, noch einige Tage zusammen mit der Gouverneurin von Alaska Wahlkampf zu machen. "Sie haben eine gute Zeit. Wir haben viel Schwung von dem Nominierungsparteitag mitgenommen. Die Besucherzahlen sind enorm."

Politik-Wandel unter McCain möglich?
Nun kehren aber die tagesaktuellen Probleme in die Schlagzeilen zurück und da könnte es McCain schwer fallen, sich weiterhin von der unpopulären Regierung seines Parteifreundes George W. Bush zu distanzieren. Obamas Team hielt den seit 22 Jahren im US-Senat vertretenen Politiker vor, 90 Prozent der Gesetze von Bush mitgetragen zu haben. Mit so einer Bilanz sei man kein Außenseiter, "sondern ein Kumpan des Präsidenten", sagte Obamas Sprecher Bill Burton. "Die Vorstellung, dass John McCain für Wechsel in Washington steht, ist so lachhaft wie seine Behauptung, er werde gegen Sonderinteressen vorgehen, wo doch einige der größten Lobbyisten seinen Wahlkampf organisieren."

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