Fr, 15. Dezember 2017

Ring gesperrt

02.06.2008 17:52

Teil der Ringstraße wird zur EURO-Fanzone

Das befürchtete Verkehrschaos wegen der Sperre der Wiener Ringstraße zwischen Heldentor und Schottentor ist am Montagvormittag ausgeblieben. Die Autofahrer waren auf das Fahrverbot sehr gut vorbereitet, resümierten Polizei und die Autofahrerclubs. Auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es trotz geänderter Streckenführung zu keinen Behinderungen gekommen. Verärgert wurden hingegen Fußgänger: Beschilderungen und Informationen, wo und wie man das Gebiet zwischen Rathaus und Heldenplatz durchqueren kann, fehlten.

Seit Montag um 0.45 Uhr gilt die Sperre der Wiener Ringstraße zwischen Heldentor und Schottentor für den Verkehr. Grund sind die Aufbauarbeiten und der Betrieb der Fanmeile während der EURO 2008. Die Autofahrer dürften aber gut reagiert und Ausweichrouten gewählt haben. Auf der Umleitungsstrecke entlang der Zweierlinie gab es wegen des Ring-Fahrverbots zwar ein verstärktes Verkehrsaufkommen, Staus sind aber überraschenderweise ausgeblieben.

"Es gab keinen Stillstand", sagte Michael Takacs von der Landesverkehrsabteilung. Die meisten Autofahrer seien direkt vom Schwarzenbergplatz über die Zweierlinie ausgewichen und haben den Ring gemieden. "Am Abend wird es noch einmal spannend", meinte Takacs.

Autofahrerclubs zufrieden
Auch die Autofahrerclubs zeigten sich zufrieden. "Die Markierungen wurden rechtzeitig angebracht, die Ampelphasen passen und die Autofahrer haben sich Alternativrouten überlegt", hieß es beim ÖAMTC. Ab 8.30 Uhr verzeichnete man beim ARBÖ zähen Verkehr im Bereich Landesgerichtsstraße-Alserstraße. Das befürchtete Verkehrschaos ist aber ausgeblieben.

Keine Probleme bei öffentlichen Verkehrsmitteln
Auch bei den öffentlichen Verkehrsmitteln ist es in der Früh trotz geänderter Streckenführung wegen der Ringstraßensperre zu keinen größeren Behinderungen gekommen. Beim J-Wagen, der kurzgeführt und per Bus umgeleitet wird, gab es keine Probleme. Bei der Umsteigestelle an der Kreuzung Josefstädterstraße/Gürtel standen ausreichend Busse bereit, Mitarbeiter der Wiener Linien zeigten den Fahrgästen den Weg.

Spießrutenlauf für Fußgänger
Für Fußgänger bedeutete die Ringstraßensperre allerdings einen Spießrutenlauf. Gut 30 Minuten müssen Fußgänger vom einen zum anderen Ende gehen, je nachdem, wie schnell man den Weg findet. Beschilderungen und Informationen, wo und wie man das Gebiet zwischen Rathaus und Heldenplatz durchqueren kann, fehlen.

Weniger Gäste im Cafe Landtmann
Wenig Begeisterung zeigten Mitarbeiter eines Würstelstandes am Ring. Wegen der Sperre kämen weniger Menschen, Einnahmeneinbußen wurden befürchtet. Auch im Cafe Landtmann verzeichnete man am Montagvormittag weniger Gäste. Das Fahrverbot bleibt bis 4. Juli, wenn die Aufräum- und Abbauarbeiten nach den Spielen abgeschlossen sind, durchgehend aufrecht.

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