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01.04.2026

Krone Extra - April 2026

Einsatz für unsere Berge!

Der Alpenverein Klagenfurt ist eine der mitgliederstärksten Sektionen des Alpenvereins, deren Mitglieder sich ehrenamtlich für den Erhalt der alpinen Infrastruktur stark machen.

Foto: Wallner Hannes

Sie sind kaum sichtbar, und doch unverzichtbar: Die freiwilligen Helfer des Alpenvereins sorgen dafür, dass Kärntens Bergwelt für alle sicher erlebbar bleibt.

Allein die Alpenvereinssektion Klagenfurt betreut ein beeindruckendes Wegenetz von mehr als 500 Kilometern – vom mächtigen Großglockner bis hin zur sanfteren Saualpe. Ein gigantisches Stück alpiner Infrastruktur, das ohne den ehrenamtlichen Einsatz schlicht einfach nicht existieren würde! 

„Ohne Wege gibt es keine Hütten, keine Touren, kein Bergerlebnis“, bringt es Daniel Uschounig, der Vorsitzende des Klagenfurter Alpenvereins, auf den Punkt. „Unsere alpinen Wege und Steige sind das Rückgrat des Alpinismus und des Bergtourismus – und genau hier setzt die Arbeit der alpinen Vereine an.“

Rund 40 engagierte Freiwillige kümmern sich alleine innerhalb des Klagenfurter Alpenvereins um dieses so Daniel. weitläufige Wegenetz. Dabei setzt die Sektion auf ein bewährtes System: die Wegepartnerschaft. „Jeder Abschnitt hat seinen Paten, der regelmäßig nach dem Rechten sieht, Schäden erkennt und notwendige Maßnahmen meldet“, Von jungen Bergbegeisterten bis zu erfahrenen Alpinisten – die Truppe ist breit aufgestellt. „Das funktioniert hervorragend“, sagt der Vorsitzende. Denn die Anforderungen sind vielfältig: umgestürzte Bäume, ausgewaschene Steige oder Steinschläge verlangen rasches Handeln.

Naturgewalten als ständige Herausforderung

Wenn größere Arbeiten anstehen, kommen sogenannte Eingreiftrupps zum Einsatz. Drei bis zehn Personen rücken dann aus, um einen Abschnitt wieder sicher begehbar zu machen. Die größte Herausforderung ist dabei die Natur selbst. Wetterextreme, Starkregen oder Schneeschmelze setzen den Wegen laufend zu. „Wir müssen ständig dranbleiben“, erklärt Uschounig. Im Ernstfall werden Wege auch kurzfristig gesperrt – Sicherheit hat oberste Priorität.

Denn klar ist: Mit der Verantwortung wächst auch die Haftung. Die Sektion steht als Betreiber der alpinen Wege und Steige in der Pflicht. Regelmäßige Kontrollen sind unerlässlich.

Daher appelliert der Alpenverein an alle Bergsteiger und Wanderer: Wer Schäden entdeckt, wird gebeten, diese telefonisch zu melden: 0463/51 30 56.

Die Rückmeldungen laufen dann bei Wegereferent Sepp Maierhofer zusammen, der sich um die Koordination kümmert.

Ehrenamt mit großer Wirkung

Was hier von den Ehrenamtlichen des Alpenvereins geleistet wird, ist keine Kleinigkeit Es ist ein unsichtbares Sicherheitsnetz für Tausende Wanderer und Bergsteiger jedes Jahr. Ohne die freiwilligen Helfer wären viele Routen durch Kärntens Bergwelt schlicht nicht begehbar. Und doch passiert all das im Hintergrund – ohne große Bühne, aber mit umso größerer Wirkung.

Glocknerhaus erstmals in Eigenregie

Ein neues, mutiges Kapitel schlägt die Alpenvereinssektion Klagenfurt heuer in den Hohen Tauern auf: Weil es immer schwieriger wird, Pächter für Schutzhütten zu finden, bewirtschaftet die Sektion das Glocknerhaus erstmals selbst.

Ein mutiger Schritt und eine echte Premiere in Kärnten. Anders als bisher setzt der Alpenverein damit nicht mehr auf Pächter, sondern auf eigene angestellte Mitarbeiter, die das Haus im Sinne der Bergsteiger und Wanderer führen werden. „Das ist eine spannende Aufgabe“, so Uschounig. In Tirol gibt es bereits vereinzelt solche Modelle, nun wagt man diesen Schritt auch in Kärnten.

Damit zeigt sich einmal mehr: Der Alpenverein ist nicht nur Bewahrer der alpinen Infrastruktur, sondern auch bereit, neue Wege zu gehen – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Alpin- und Seminar-Center Glocknerhaus liegt auf 2132 Metern Höhe an der Glocknerstraße und wurde in den 1930er-Jahren im Zuge des Baus der Hochalpenstraße errichtet – als Versorgungsstation für Reisende und Bergsteiger. 
Hannes Wallner