Das unwürdige Gerangel und Gezerre um die Dürrehilfen fand also doch noch ein Ende, ohne dass sich die Bundesregierung dabei selbst in die Luft jagt. Leider handelt es sich auch hier um ein unrühmliches Ende, das mit Zukunftstauglichkeit nichts zu tun hat. Dieses Dürrepaket ist ein Murks-Mix aus Entlastungen, Stundungen und Zuschüssen in Höhe von 240 Millionen Euro. Ohne Treffsicherheit. Geldverschwendung mit der fatalen Gießkanne. Eine verantwortungslose Light-Version von „Koste es, was es wolle“, was mal wieder Unterstützung auch für jene bedeutet, die sie gar nicht brauchen. Hier auch für jene, deren Ackerflächen ohnehin zu achtzig Prozent gegen Dürre versichert sind. Für mich sind die Dürrehilfen ganz nah dran an Coronahilfen. Erschwerend gesellt sich noch ein Klimaschutzgesetz dazu, das den Namen nicht verdient. Die ÖVP hat sich durchgesetzt. Politisches Verharren in der Unvernunft und Verantwortungslosigkeit, gepaart mit rückwärtsgewandter Politik, ist kein Ruhmesblatt. Das, was da jetzt wieder ablief, ist vielmehr ein deprimierendes Bild. Und ein weiterer bitterer Vorgeschmack auf das, was uns nach der nächsten Wahl unter Blau-Schwarz blüht.
Christian Stafflinger, Linz
Erschienen am So, 23.8.2026
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