Das freie Wort

Kriminalstatistik

Laut kürzlich getätigter Aussage des Herrn Innenminister Karner leben wir in einem der sichersten Länder der Welt, aber nicht auf einer Insel der Seligen. Ja, das ist uns auch schon aufgefallen. Im Vorjahr wurden knapp 540.000 Straftaten angezeigt, im 10-Jahres-Vergleich ein Höchststand. Besonders besorgniserregend ist der Anstieg der Jugendkriminalität, diese ist im Vergleich zum Vorjahr um beinahe 10% gestiegen, im 10-Jahres-Schnitt sogar um 55%. Besonders auffällig ist der Anteil der Kinder zwischen 10 und 14 Jahren. Von den Tatverdächtigen des Jahres 2025 sind circa 52% österreichische Staatsbürger, circa 48% sind Ausländer. (Insgesamt geht es um fast 346.000 Personen.) Diese nackten Zahlen sagen meiner Meinung nach noch nicht viel aus, weil natürlich auch noch von Interesse wäre, wie viele von den sogenannten österreichischen Staatsbürgern einen Migrationshintergrund haben bzw. nach wie vor in Parallelwelten leben. Laut Innenminister wurden im Vorjahr rund 3000 verurteilte Straftäter in ihre Heimatländer abgeschoben. Das ist zwar erfreulich, dennoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es müsste bei schweren Straftaten neu Eingebürgerter auch die Aberkennung der Staatsbürgerschaft ermöglicht werden – und damit deren Abschiebung. Unverständlich milde Strafen, Anzeigen auf freiem Fuß und vorzeitige Entlassungen werden die prekären Zustände im Strafvollzug kaum entlasten, aber unser Misstrauen gegenüber der Justiz nach diversen abstrusen Urteilen massiv erhöhen – und unser Gefühl der steigenden Unsicherheit ebenso.

Eva Schreiber, per E-Mail

Erschienen am Do, 2.4.2026

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