Fink, der auch schon Hans Grugger und Manfred Pranger (beide Kreuzbandriss) operiert hat, sieht zwar derzeit eine Häufung von schweren Verletzungen im Ski-Weltcup, will von einem Trend aber vorerst nicht sprechen. "Kitzbühel ist heuer extrem schwer, da kann leicht etwas passieren. Aber um genauere Aussagen zu treffen, muss man erst das Ende der Saison abwarten. Dann kann man die Zahl der Verletzten heuer mit denen der Vorjahre vergleichen und irgendwelche Schlüsse ziehen", so Fink.
Buder kam am Mittwoch nach der Hausbergkante zu Sturz, landete im Sicherheitsnetz und musste daraufhin mit dem Hubschrauber abtransportiert werden. Nach dem Sturz Buders mit der Startnummer 21 war das Training für mehr als eine halbe Stunde unterbrochen gewesen, zuvor war auch bereits der Amerikaner Marco Sullivan gestürzt.
Defago Schnellster vor Cuche
Schnellster war der Schweizer Didier Defago. Er legte in 1:57,63 Minuten die schnellste Zeit vor seinem Teamkollegen Didier Cuche (+0,06 Sekunden) hin. Die Österreicher Michael Walchhofer (+1,14), Christoph Gruber (1,27) und Hermann Maier (1,43) landeten auf den Rängen fünf bis sieben.
Dank wärmerer Temperaturen präsentierte sich die Streif noch schneller als am Dienstag, der Sprung bei der Mausefalle war schon vor dem Training entschärft worden, der Zielsprung wurde nach neun Läufern noch etwas abgegraben, denn da ging es an die 80 Meter weit. "Es war die richtige Entscheidung, bei der Mausefalle abzugraben", sagte Christoph Gruber, der die sechstschnellste Zeit aufgestellt hatte. "Das Unruhige ist ein bissl weg, es ging etwas einfacher."
Kein Training am Donnerstag
"Über die Mausefalle zu direkt" war der zweifache Saisonsieger Walchhofer. "Steilhang-Ausfahrt ging's dann aber wieder besser. Ich habe gesehen, dass es nicht nur eine Linie gibt, es ist auch möglich, eine andere zu fahren, ohne viel zu verlieren." Auch wenn es am Donnerstag kein Training gab, um Sportler und Piste zu schonen, ist er zuversichtlich. "Da herunter ist es wichtig, dass man gut in Form ist und g’scheit auf dem Ski draufsteht und fährt." Er habe vollstes Vertrauen in sein Material. "Der Ski liegt super in den Kurven, geht über die Unebenheiten, vom Material her bin ich bestens gerüstet."
Hermann Maier hatte hingegen ein kleines Schuhproblem, Grund sind die warmen Temperaturen. "Mein Skischuh ist nicht auf warme Temperaturen ausgerichtet, er hat wahnsinnig nachgegeben." Mit der Trainingsfahrt war er zufrieden. "Super zu fahren, es ging nicht so schlecht im Großen und Ganzen, der Zeitabstand ist kleiner geworden. Aber die Abfahrt wird im Mittelteil entschieden, und da habe ich ein bissl was bekommen."
Raich wegen Torfehlers disqualifiziert
Wieder wegen eines Torfehlers disqualifiziert wurde Benjamin Raich (+4,17 Sekunden). "Es ist nicht ganz ohne da herunter, es hat ziemlich geschlagen", sagte der Pitztaler, der beim Übergang vom Hausberg zur Traverse an einem Tor vorbeifuhr, aber mit bravouröser Leistung wieder auf die Strecke zurückfand. "Ich hatte gestern ganz gute Teilzeiten, ich muss mir das heute anschauen. Wenn ich sie aneinander reihen kann, dann schaut es gar nicht so schlecht aus."
Miller hat keine Freude mit der Streif
Bode Miller hat heuer keiner rechte Freude mit der Kitzbüheler Streif. Der Amerikaner kritisierte am Mittwoch die unruhig präparierte Piste. "Die Veranstalter haben anscheinend nicht viel Aufwand betrieben, um die Wellen aus der Strecke rauszubekommen. Das ist enttäuschend", meinte der Amerikaner, der zuletzt die Abfahrten in Bormio und Wengen in eindrucksvoller Manier gewonnen hatte.
Reichelt fällt doch nicht aus
Die Krankheitswelle im ÖSV-Team ist noch nicht vorbei. Was in der vergangenen Woche in Wengen begonnen hatte, setzte sich nun in Kitzbühel fort. Derzeit sind Georg Streitberger und Romed Baumann von einem Magen-Darm-Virus befallen und kämpfen noch um eine Startmöglichkeit für Kitz. Reichelt hat bereits am Dienstag aus dem selben Grund die Segel gestrichen und die Heimreise nach Radstadt angetreten. Am Donnerstag meldete sich Reichelt aber schon wieder zurück: "Die Mama hat mich wieder gesund gepflegt. Ich wusste, dass die Sache bei Gruber auch nur zwei Tage gedauert hat. Deshalb habe ich immer auf einen Start gehofft. Ich freue mich ganz besonders auf dieses Rennen."








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