"Es war ein Supermatch, eines der besten, das ich bisher gehabt habe. Klarerweise bin ich total down. Nach drei Matchbällen und so einem Fight ist es nicht einfach, aber es war ein guter Tag", war Paszek rund eineinhalb Stunden nach dem Match trotzdem schon wieder guten Mutes. Kein Wunder, denn die Partie war im dritten Satz kaum an Dramatik zu überbieten.
Paszek begann selbstbewusst, nützte die "Challenge" (die Möglichkeit, den "elektronischen Schiedsrichter" zu befragen) gleich zu Beginn ihres ersten Aufschlaggames beim Stand von 0:1 und zog in der Folge souverän mit zwei Breaks auf 4:1 davon. Jankovic spielte zu diesem Zeitpunkt nicht ihr bestes Tennis, beging allein im ersten Durchgang sechs Doppelfehler und viele unerzwungene Fehler. Zwar gelang ihr ein Rebreak zum 2:4, doch die Serbin musste in der Folge erneut ihr Service abgeben. Paszek nützte nach 34 Minuten ihren zweiten Satzball. Die Vorentscheidung in Satz zwei fiel aber im vierten Game zu Paszeks Ungunsten: Zwar holte sie ein 0:40 auf, doch den sechsten Breakball nützte Jankovic zum 3:1. Jankovic steigerte sich und schaffte den Satzausgleich.
Krimi um den dritten Satz
Im dritten Durchgang begann das Match aber erst so richtig, endlich gab es auch längere Rallyes. Paszek zog mit zwei Breaks auf 3:0 bzw. 4:1 davon, hielt nach einem Rebreak ihrer Gegnerin den Vorsprung bis 5:3 und hatte bei 5:4 ihren ersten Matchball. "Doch das Match endete nicht nach 1:58 Stunden, sondern erst ganze 71 Minuten später. Zwar fand Paszek zwei weitere Bälle zum Aufstieg vor, doch es sollte nicht sein. Ein Vorhandfehler und eine Rückhand ins Out ließen Jankovic - spielerisch gesehen - am Leben. Insgesamt fünf Mal hatte Paszek mit eigenem Aufschlag im Rücken die Möglichkeit, das Match auszuservieren.
Nach dem 7:7-Ausgleich ließ sich Jankovic am Rücken behandeln, nach der 9:8-Führung durch Paszek, ließ sich Tamira an der linken Hüfte behandeln. Beide nahmen ein "medical time-out". Bei 9:10 erkämpfte die 17-Jährige noch einmal nach exakt drei Stunden den Ausgleich, doch letztlich nützte Jankovic den zweiten Matchball und sank voller Glück in die Knie. Das Publikum in der fast vollen, 10.000 Fans fassenden Vodafone-Arena zollte beiden Spielerinnen frenetisch Applaus. Am Ende hatte Paszek 132 Punkte, Jankovic drei weniger, doch der Sieg ging dennoch an die Favoritin.








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