11.01.2008 11:43 |

Glückloser Klien

Force India engagiert Italiener Giancarlo Fisichella

Der Vorarlberger Christian Klien ist endgültig aus dem Rennen für ein Cockpit in der kommenden Formel-1-Saison. Wie der Rennstall Force India am Donnerstag in Mumbai bekanntgab, wird der zweite Fahrerposten neben dem Deutschen Adrian Sutil an den Italiener Giancarlo Fisichella (im Bild) vergeben. Klien, der bei den Dezember-Tests in Jerez noch schnellster Force-India-Kandidat gewesen war, hat das Nachsehen.

Der 24-jährige Klien wird auch als erster Test- und Ersatzfahrer nicht zum Zug kommen. Diesen Job sicherte sich Kliens ehemaliger Stallgefährte bei Red Bull, Vitantonio Liuzzi aus Italien. Fisichella hatte 2005 und 2006 an der Seite des zweifachen Weltmeisters Fernando Alonso bei Renault den Team-Titel eingefahren.

Force-India-Eigentümer Vijay Mallya begründet seine Entscheidung zugunsten Fisichellas mit dessen Erfahrung: "Er ist schon mit den Besten im Renngeschäft gefahren", sagte der indische Großunternehmer. Fisichella, der am Montag 35 wird, hat bereits 194 Formel-1-Rennen absolviert und dabei drei Siege errungen. 2006 schloss er die Fahrer-WM als Vierter ab. Seinem neuen Team soll er sowohl die notwendige Erfahrung als auch präzises technisches Feedback liefern. "Die Fähigkeit, das Ingenieurs-Team zu unterstützen, war eine Schlüsselanforderung", so Mallya.

Klien trotz verpasstem F1-Cockpit positiv
Für den nicht berücksichtigten Christian Klien dreht sich das Motorsport-Karussell ungeachtet der Entscheidung bei Force India weiter. Der 24-jährige Voralrberger erklärte am Donnerstag nach der für ihn negativen Entscheidung, bezüglich der kommenden Saison noch innerhalb und außerhalb der Formel 1 Gespräche führen zu wollen.

"Ich war glücklich, in Jerez der Schnellste zu sein, und denke, dass ich gut mit dem Team zusammen gearbeitet habe", ließ er die Tests bei Force India im vergangenen Dezember noch einmal Revue passieren. "Der Konkurrenzkampf um das verbleibende Renncockpit an der Seite von Adrian Sutil war hart, und ein Renncockpit war mein Ziel nach der Saison als Testfahrer für Honda."

"Formel 1 bleibt meine erste Wahl"
Diese Hoffnung blieb unerfüllt, nun muss der Hohenemser mit Wohnsitz Diepoldsau (Schweiz) weiter sondieren. "Natürlich bleibt die Formel 1 meine erste Wahl. Jedoch ist es mir wichtig, meine Rennfahrer-Fähigkeiten in Top-Form zu halten. Deshalb ziehe ich auch andere Optionen für die Saison 2008 in Betracht. Außerhalb der Formel 1 gibt es interessante Angebote, die ich prüfen möchte. Ich blicke den Entwicklungen der nächsten Wochen positiv entgegen."

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