07.01.2008 13:49 |

Dynamisches Duo

Die Trainingspartner Raich und Matt trumpfen auf

Als "Trainingsgemeinschaft Tiroler Oberland" bezeichnet der Arzler Benni Raich mit einem Augenzwinkern die Zwei-Mann-Slalom-Trainingsgruppe mit dem Flirscher Mario Matt. Eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit, wie sich auch am Sonntag beim Doppelsieg des Duos im Adelboden-Slalom eindrucksvoll zeigte. "Das gemeinsame Training tut uns beiden sehr gut", meinte Matt. Und Raich fügte hinzu: "Man hat dadurch immer einen sehr guten AnhaltspunktWenn ich ähnlich schnell wie der Mario bin, weiß ich, dass es nicht schlecht ausschauen kann." Und das war auch am Sonntag in Adelboden so, wo Matt 0,10 Sekunden vor Raich gewann.

Dabei hatte Adelboden für Matt alles andere als ideal begonnen. Zunächst der Ausfall im Riesentorlauf und dann kehrten beim Slalom-Einfahren auch noch die starken Rückenschmerzen zurück. "Ein Bandscheibenvorfall, der ab und zu akut wird." Ein verdrehter Wirbel und eine Muskelverkrampfung im Lendenbereich machen dem 28-Jährigen schon seit längerem immer wieder Probleme. "Da heißt es Zähne zusammenbeißen", so Matt, der vor dem zweiten Lauf Schmerzmittel nahm und natürlich auch in Wengen starten will.

Das einzig Positive: "In der Rennposition sind die Schmerzen am erträglichsten." Bis zur Super-Kombi am Freitag und dem Slalom am Sonntag sind aber nun vor allem seine Physiotherapeuten am Zug. "Es muss alles gelockert, die Wirbelsäule geradegerichtet und die Spannung rausgenommen werden." Warum Matt wie vor einem Jahr (Rang drei) ausgerechnet in Adelboden wieder in die Erfolgsspur fand, ist für Matt leicht erklärt.

Mario mag's steil
"Im Jänner kommen immer die steilen Hänge. Und je schwieriger, desto besser für mich. Weil dann muss man sauber Skifahren, und das kommt mir entgegen." Deswegen kann man sich bei Matt in Wengen, Kitzbühel und Schladming wieder auf einiges gefasst machen. Zudem hat er - wie vor einem Jahr - über Weihnachten und Silvester anscheinend wieder die perfekte Material-Abstimmung gefunden.

Raich hat in Adelboden seine Führung im Gesamt-Weltcup auf 115 Punkte ausgebaut und das Trikot des Slalom-Weltcup-Leaders erobert hat. "Wenn man führt, ist das natürlich kein schlechtes Zeichen. Aber entscheidend ist, dass ich am Ende der Saison vorne bin", so der 29-Jährige zum Thema Große Kristallkugel.

Dennoch war der Tiroler mit Adelboden, wo er bis dato zwei RTL-Siege sowie im Slalom zwei zweite und zwei dritte Plätze erreicht hat, nicht ganz zufrieden. "Denn vor allem der Riesentorlauf war nicht das Gelbe vom Ei...".

Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Dienstag, 22. Juni 2021
Wetter Symbol

Sportwetten