Kochen mit Feuer
Kochen wie früher
Feuer zieht uns geradezu magisch an. Vor allem im Wohnbereich: Der offene Kamin als Inbegriff von Gemütlichkeit und Geborgenheit führt nach wie vor die Wohnwunsch-Hitlisten an. Seit Menschengedenken ist Feuer mit Schutz, Wärme und Nahrungszubereitung verbunden. Vor allem die guten alten Holzherde, die es in ländlichen Gegenden manchmal noch original aus Großmutters Zeiten gibt, bleiben in lebendiger Erinnerung. Kochen mit Feuer ist nicht nur gemütlich, auch die derart zubereiten Speisen, von der Suppe bis zum Braten, schmecken ganz besonders gut.
Moderne Feuerstätten
Festbrennstoffherde sind Herde, die mit Holz oder Holzbriketts geheizt werden. Oberste Devise bei diesen modernen Feuerstätten ist eine gelungene Verbindung von Tradition und fortschrittlicher Technik. So sollen alle Vorteile des „Kochens mit Feuer“ erhalten bleiben, auf keinen Komfort soll dabei aber verzichtet werden. Typisch für alle diese Feuerstätten ist die von ihnen erzeugte Strahlungswärme, die als besonders angenehm empfunden wird. Das Herz der Festbrennstoffherde sind die Feuerungsräume. Sie bilden einen geschlossenen Feuerraum, sorgen für eine schadstoffarme Verbrennung und nutzen die Energie optimal aus.
Die Herdplatten selbst bestehen aus geschliffenen Stahlplatten und beim österreichischen Festbrennstoffherd-Marktführer Lohberger sind auf Wunsch auch die extrem pflegeleichten Ceran-Kochfelder erhältlich. Gekocht wird also nicht mit offenem Feuer, sondern mit geschlossenem. Der Vorteil: das geschlossene Feuer ist durch die kontrollierte Sauerstoffzuführung und durch eine zweite Nachverbrennung wesentlich umweltfreundlicher.
Sparmeister-Doppelnutzen
Zu der steigenden Beliebtheit der Festbrennstoffherde in den vergangenen Jahren tragen allerdings nicht nur nostalgische Gefühle oder der Aspekt der besseren Speisezubereitung bei – auch bekannte Gastronomiebetriebe nützen diese Herde -, sondern gerade in jüngster Zeit Umweltschutzgedanken und Kostenüberlegungen.
Denn ein positiver Effekt der Geräte besteht in der gezielten Senkung der Heizkosten: Sei es, dass der Herd in den kühleren Jahreszeiten als Zusatzheizung zum Einsatz kommt, sei es, dass er mit einer Zentralheizung gekoppelt wird und man derart mit Holz das ganze Haus beheizen kann. Besonders vorteilhaft ist dabei der Einsatz heimischer Brennstoffe. Bezogen auf die Heizleistung ist Holz im Vergleich zu Heizöl oder Erdgas noch immer deutlich günstiger.Die eingesetzte Energie wird auf diesem Weg also zweifach genutzt: Einmal zum Heizen und einmal zum Kochen.
Im klaren Vorteil ist dabei allerdings der, der in ländlichen Gegenden lebt, wo das Holz meist zu sehr günstigen Konditionen bezogen werden kann. Und so ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es vor allem die ländlichen Gegenden sind, wo der Festbrennstoffherd besonders punktet. Allerdings zeichnet sich in jüngster Zeit auch bei den urbanen Hausbauern ein steigendes Interesse an dieser kostenschonenden Doppelnutzen-Methode ab.
Allerdings gilt es zu beachten, dass, wenn man Herd und Zentralheizung koppelt, sich die Zentralheizung selbst meist nicht mehr getrennt steuern lässt. In kühleren Jahreszeiten kein Problem, kocht man allerdings im Sommer, heizt man gleichzeitig. Das erklärt auch, weshalb die meisten Festbrennstoffherd-Nutzer bei diesen Heiz-Lösungen zusätzlich auch einen E-Herd für den Sommer haben.
Auf Kennzeichnung achten
Voraussetzung für den Einbau eines Festbrennstoff-Herdes ist ein Kaminanschluss. Die Herde selbst gibt es heute in den unterschiedlichsten Designs. Vom Nostalgie-Look über Landhaus-Stil bis hin zum modern-schlicht gestylten Design.
Marktführer Lohberger empfiehlt, bei Kauf eines solchen Produktes, nicht nur auf die CT-Kennzeichnung, sondern auch darauf zu achten, ob die österreichische 15a-Norm erfüllt wird. Der Hintergrund: Österreich hat europaweit eine der strengsten Umweltschutz-Regelungen. Gerade in jüngster Zeit gibt es am österreichischen Markt eine wahre Flut von Billigst-Angeboten aus dem Ausland, die unter Umständen dann in der Praxis nicht alle gesetzlichen Anorderungen erfüllen.
Empfohlen wird auch, vor der Anschaffung jedenfalls mit dem Rauchfangkehrer Rücksprache zu halten.







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