26.11.2007 11:47 |

Torloses Derby

Rapid fühlt sich nach 0:0 als Verlierer

Das dritte Saison-Duell zwischen Austria und Rapid, das insgesamt 284. Wiener Derby, hat am Sonntag zum Abschluss der 20. Runde der Bundesliga keine Tore, keinen Sieger, aber einen Verlierer gebracht. "Vom Ergebnis her sind wir die Verlierer", gab der grünweiße Trainer Peter Pacult zu, nachdem seine Schützlinge über zwei Drittel das Schlager-Geschehen kontrolliert hatten.

Nachdem Austrias "Notelf" (acht Ausfälle) ihr Pulver mit einem Lattentreffer durch Milenko Acimovic nach 115 Sekunden mehr oder weniger verschossen hatte, bekam der Erzrivale Gegner und Spiel immer mehr in den Griff und fand auch die besseren Möglichkeiten vor, um den erst dritten Erfolg im Horr-Stadion seit 1985 zu landen. "Den Chancen nach hätten wir als Sieger vom Platz gehen müssen, wir haben zwei Punkte verloren", ärgerte sich Pacult.

Rote Karte für Acimovic
Er sei enttäuscht, nicht gewonnen zu haben. Die Leistung wäre okay gewesen, nur das Resultat in dem mit großer Leidenschaft geführten Derby habe nicht gepasst. Nach dem Ausschluss von Austria-Regisseur Acimovic (66.), der nahe der Mittellinie Steffen Hofmann ohne Chance auf den Ball von hinten gefoult hatte, riss jedoch auch im grünweißen Werkl der Faden. Mit einem Mann mehr auf dem Rasen, kam Sand ins Getriebe und auch keine Großchance zustande.

"Nach der Roten Karte haben wir nicht mehr den Ball laufen lassen, die Ruhe gehabt, über die Seiten zu kommen. Vielleicht haben wir dann auch zu viel mit Gewalt das Tor erzwingen wollen", analysierte Pacult. Auch Hofmann, der zum Ausschluss meinte, dass der "Gegner sehr wenig Chancen auf den Ball" gehabt hätte, trauerte dem vergebenen Auswärtssieg nach.

Austria und Rapid an der Spitze
Durch die Punkteteilung haben Austria und Rapid jetzt vier Zähler bzw. einen Punkt Vorsprung auf den drittplatzierten Aufsteiger LASK. Saso Fornezzi, der den verletzten Szabolcs Safar sehr gut vertrat, spendete seinen Kameraden Trost. "Nach dem Verlauf und dem Ausschluss müssen wir mit dem 0:0 zufrieden sein, wir können uns mit der Tabellenführung trösten", meinte der Torhüter, dem Franz Schiemer zustimmte: "Der Punkt war wichtig, weil Rapid und die anderen Vereine uns nicht näher gekommen sind."

Georg Zellhofer konnte nach dem kampfbetonen, mit viel Einsatz geführten Derby mit dem einen Punkt angesichts der Personalnot auch gut leben. "Wenn Acimovic am Beginn ins Tor und nicht die Latte getroffen hätte, hätten uns das vielleicht mehr Sicherheit gegeben", glaubt der Austria-Coach nach dem dritten Saison-Remis im Derby. Nach dem Wechsel habe Rapid, "das derzeit spielstärkste Team der Liga", seine Elf eingeschnürt und stark gespielt.

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