Bärenstarke Spanier

Nadal und Ferrer im Masters-Halbfinale

Sport
15.11.2007 16:05
Die spanische Tennis-Armada hat sich am Donnerstag mit Erfolg ins Halbfinale des Masters Cups in Shanghai durchgeschlagen. Rafael Nadal durfte sich auf Schützenhilfe seines Landsmanns David Ferrer verlassen, der auch sein drittes Vorrunden-Match in der Goldenen Gruppe nach genau einer Stunde Spielzeit mit 6:1, 6:1 gegen den Franzosen Richard Gasquet gewann. Der French-Open-Sieger hatte seinen Part mit einem 6:4, 6:4 gegen den weiter sieglosen Serben Novak Djokovic erfüllt.

Drei der vier Plätze in der Vorschlussrunde der Tennis-Weltmeisterschaft sind damit vergeben. Titelverteidiger Roger Federer kann in der Roten Gruppe am Freitag gegen den bereits für das Halbfinale qualifizierten US-Amerikaner Andy Roddick die Runde der besten Vier komplett machen. Bei einem Sieg des Schweizers würde dessen Bezwinger Fernando Gonzalez auch ein Erfolg gegen den noch punktlosen Russen Nikolaj Dawidenko nichts mehr nützen.

Nadal zeigte im ersten Einzel von Beginn weg eine konzentrierte Leistung. Nach einer frühen Führung zog der 21-Jährige bis auf einen kurzen Hänger Ende des ersten Satzes sein Spiel durch, nach 1:45 Stunden verwertete er den ersten Matchball. "Das war eines meiner besten Spiele in der Indoor-Saison. Selbst wenn ich heute ausgeschieden wäre, wäre ich mit einem guten Gefühl gegangen", erklärte Nadal, der seinem Freund Ferrer am Dienstag noch in drei Sätzen unterlegen war.

Schlechte Woche für Djokovic
Der gescheiterte Djokovic haderte nach der Niederlage mit der eigenen Leistung: "Das war wirklich nicht meine Woche. Ich habe nicht annähernd das gebracht, was ich mir vorgenommen habe". Der 20-jährige "Aufsteiger der Saison" und Wien-Sieger wird dennoch als jüngster Tennisprofi überhaupt das Jahr in den Top Ten beenden.

Ferrer präsentierte sich auf dem Hartplatz des imposanten Qi-Zhong-Stadions entfesselt, nach knapp einer Stunde war Gasquet abserviert. Der 25-jährige Weltranglistensechste gilt nach dem dritten Sieg bei nur einem Satzverlust als Geheimfavorit auf den Titel bei der mit 4,45 Millionen Dollar dotierten, inoffiziellen Tennis-WM.

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(Bild: KMM)



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