Der 33-jährige Vorarlberger hat von einer Masters-Teilnahme zwar immer geträumt, mit dem Motto "dabei sein ist alles" kann er aber freilich nichts anfangen. "Wir sind hochmotiviert und wollen so weit wie möglich kommen. Das erste Ziel muss das Halbfinale sein", gab sich Knowle kämpferisch.
Körperlich ist bei dem früheren Wimbledonfinalisten und seinem Partner alles bestens, mental sei es im Herbst aber alles andere als einfach gewesen, gestand Knowle. "Es ist ein Kampf, da muss man gar nichts schönreden." Da er sich nach der Verletzung von Jürgen Melzer einen neuen Spieler suchen musste, und mit Aspelin (rechts im Bild) erst im April begonnen hatte, gab es seither nur wenig Pausen. Das gehe an die Substanz, "gerade mental". "Von drei Niederlagen bis drei Siege ist alles drin", spricht Knowle die Gruppenphase an.
Die Topfavoriten waren die US-Zwillinge Bob und Mike Bryan, die am Sonntag in Paris ihren bereits 44. gemeinsamen Titel geholt haben. Doch das Duo sagte Dienstag überraschend wegen einer Ellbogen-Verletzung von Mike ab. Die nun in Shanghai als Nummer-Drei-Duo gereihten Aspelin/Knowle hatten die Bryans, die seit Jahren die Doppel-Szene dominieren, auf dem Weg zum Triumph in Flushing Meadows im Viertelfinale bezwungen.
Relativ mageres Preisgeld
Für das eigentlich recht magere Preisgeld fliegt Knowle wohl nicht nach Shanghai. Für die drei Gruppenspiele gibt es 50.000 US-Dollar (34.511 Euro), für jeden Match-Sieg weitere 15.000 Dollar (10.353 Euro). Und dies müssen sich die Doppelpartner auch noch teilen. "Außerdem kommen noch 37 Prozent Steuer weg", so Knowle, der sich übrigens auch den Flug nach Shanghai selbst bezahlen muss. Nur für ungeschlagene Triumphatoren zahlt es sich ein bisschen aus: 220.000 US-Dollar (151.944 Euro) gibt es für das siegreiche Team für fünf Siege.
Während es in Sachen Preisgeld also nicht zum großen Abräumen kommt, sind die Umstände vor Ort schon etwas Besonderes. "Ich habe mich erkundigt bei den Spielern. Jeder hat geschwärmt, wie sensationell das Ganze ist. Für jedes Team gibt es einen Riesen-Mercedes vor dem Hotel mit den Namen auf der Windschutzscheibe, mit eigenem Fahrer. Im Hotel sind in Bademänteln, Handtüchern und der Bettwäsche die Namen eingestickt. Ich war noch nie dort und ich freue mich riesig."








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