Mi, 17. Oktober 2018

Generali Ladies

22.10.2007 20:29

Yvonne Meusburger nach Sieg im Achtelfinale

Mühevoll hat sich eine nicht ganz fitte Yvonne Meusburger am Montag zum ersten Mal für das Achtelfinale des Generali Ladies in Linz qualifiziert. Die 24-jährige Dornbirnerin holte gegen die 17-jährige Melanie Klaffner einen 6:7,1:4-Rückstand auf, ehe sich doch noch die größere Routine der Weltranglisten-65. durchsetzte. Meusburger erreichte mit dem 6:7(2), 6:4, 6:3 nach 2:12 Stunden erstmals in der oberösterreichischen Hauptstadt die zweite Runde. In dieser trifft sie am Donnerstag entweder auf Nicole Vaidisova (CZE-5) oder die Italienerin Flavia Pennetta.

Meusburger war allerdings alles andere als fit in das Match gegangen. Die Vorarlbergerin nahm wegen Schwindelgefühlen nach dem verlorenen Tiebreak auch eine medizinische Auszeit. "Momentan geht es mir gesundheitlich nicht so gut, ich habe eine Blutuntersuchung gemacht, bin blass im Gesicht und der Puls ist ziemlich oben", erklärt Meusburger, die auch schon länger ein Problem mit dem Zahn hat. Nach ihrem letzten Saisonturnier hier in Linz will sie sich aber genau durchchecken lassen.

Davor möchte die Fed-Cup-Spielerin in Linz noch so weit wie möglich kommen. "Ich freue mich, dass ich gewonnen habe. Es war nicht so leicht, in Linz gegen eine Österreicherin zu spielen", meinte die Vorarlbergerin. "Ich habe nach einem guten Start ein bisserl den Faden verloren, aber habe dann versucht, die hohen Bälle früher zu nehmen und dann weniger Fehler gemacht", erklärte "Meuse" den Umschwung nach dem doch klaren Rückstand.

Während Meusburger die beiden freien Tage zur Regeneration nützen wird, muss Klaffner die Koffer packen. Die Tochter des Bürgermeisters aus Weyer (OÖ) war freilich enttäuscht. "Ich war nicht ganz zufrieden, davon abgesehen, dass ich 7:6, 4:1 geführt habe. So eine Chance werde ich so schnell bei einem großen Turnier nicht mehr bekommen", meinte die 17-Jährige. Sie müsse noch lernen, bei so einer Führung nicht an den Sieg zu denken, sondern einfach Punkt für Punkt zu spielen. Bei 4:1 im zweiten Satz sei ihr einfach "auf einmal die Hand steif geworden", der Gedanke an den Sieg war zu störend.

Positiv für sie war sicher, dass der Unterschied zwischen der Nummer 420 und der Nummer 65 der Welt auf dem Platz kaum zu bemerken war. "Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich eigentlich als die bessere Spielerin gesehen habe. Das einzige, was uns unterscheidet, ist wahrscheinlich die Routine und dass sie zum Schluss ein bisserl fitter war, aber daran arbeite ich", so Klaffner nach ihrem zweiten Auftritt auf der WTA-Tour.

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