12.09.2007 10:32 |

Bestrafung fällt!

Aus für "Licht am Tag" endgültig fix

Nun ist das Aus für "Licht am Tag" offiziell: Verkehrsminister Werner Faymann (S) und Innenminister Günther Platter (V) bestätigten am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Wien, dass Licht am Tag bald der Vergangenheit angehört. Ein entsprechender Antrag werde an das Parlament gestellt. Erst nach einem dementsprechenden Beschluss gibt es keine Strafen mehr für Lenker, die ohne Licht am Tag unterwegs sind. Stimm ab: Bist du für oder gegen die Abschaffung? Das Voting findest du in der Infobox!

Die Minister beriefen sich auf eine Studie. Diese hätte ergeben, dass Licht am Tag bei klarer Sicht die Verkehrsteilnehmer ablenkt. In Zukunft soll aber auch niemand gestraft werden, der mit Licht am Tag unterwegs ist.

Einschalten sollte man das Licht in der Dämmerung. Die Ressortchefs kündigten diesbezüglich eine Kampagne an, um die Eigenverantwortung der Lenker zu stärken. Licht am Tag war 2005 vom damaligen Verkehrsminister Hubert Gorbach (B) eingeführt worden. Der Sicherheitsnutzen blieb von Anfang an umstritten.

Faymann: "Vor- und Nachteile in etwa ausgeglichen"

Minister Faymann am Sonntag im "Krone"-Gespräch: "Wir haben neue Studien, wonach Licht am Tag bei Sonnenschein Vor- und Nachteile hat, die sich in etwa ausgleichen. So sind etwa Fußgänger, Radfahrer und einspurige Fahrzeuge durch Licht am Tag bei schönem Wetter nicht so gut sichtbar, weil Autofahrer durch ein entgegenkommendes Auto mit eingeschaltetem Abblendlicht wegen des Blendeffekts abgelenkt sein könnten." Fayman hält darüber hinaus fest, dass Autofahrer bei Schönwetter natürlich auch weiter das Abblendlicht einschalten können.

Eindeutig sind die Ergebnisse von Untersuchungen, was sich die Autofahrer durch das Nicht-Einschalten des Abblendlichtes bei Kaiserwetter ersparen: Zum einen 250.000 Tonnen CO2-Ausstoß, was in etwa dem Jahres-Benzinverbrauch des Burgenlands entspricht.

Zum anderen kommt noch die Ersparnis von Abblendlicht-Lamperln hinzu, weil sie seltener eingeschaltet werden und deshalb nicht so schnell ersetzt werden müssen. Faymann über die errechnete Ersparnis für den einzelnen Autofahrer: "Es werden, je nachdem wie oft jemand unterwegs ist, rund um die 60 Euro im Jahr sein, wobei natürlich auch die geringere Umweltbelastung eine Rolle spielt."

Von Peter Gnam, Kronen Zeitung,und Krone.at

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