Küchenplanung
Das Herz des Wohnens
Fachberater und Küchenexperten sind sich in einem Punkt einig: Nirgendwo sonst im Haus/Wohnung bündeln sich in einem einzigen Raum so viele Anforderungen ans Wohnen wie gerade in der Küche. Denn nicht vergessen darf man, dass die Küche auch ein Arbeitsbereich ist, bei dessen Planung und Gestaltung ergonomische und Sicherheitsaspekte zu berücksichtigen sind. Es zahlt sich also aus, nicht nur rasch irgendwo einen günstigen Küchenblock in Aktion zu bestellen, sondern einige Zeit in Planung und Auswahl von Möbel und Geräten zu investieren.
Aktuelle Trends
Zur Zeit ganz "in" sind die zum Wohnraum offenen Küchen mit frei im Raum stehenden Arbeitsinseln. Glaubt man den führenden Herstellern, so wird sich dieser Trend in Zukunft bei Neubauten sogar noch deutlich verstärken. Unordentlich darf es dabei dann freilich nicht mehr zugehen, denn schmutziges Geschirr und überladene Arbeitsplatten machen sich nur dann wirklich gut, wenn man im Bedarfsfall – etwa bei Besuch – ganz rasch eine Küchentür schließen kann. Dementsprechend bieten moderne Kücheninseln besonders viel Stauraum durch extrabreite (bis zu 150 cm) und extratiefe (70 oder 75 statt 60 cm) Unterschränke an. Damit die Übersicht nicht verloren geht und der so gewonnene Platz auch richtig genutzt wird, stehen heute zahlreiche variable Innenaustattungssysteme zur Verfügung.
Ebenfalls gewollt gehen auch die Oberschränke in die Breite und haben immer öfter Schwenk- oder Lifttüren. Ihr ganz wichtiger Vorteil: Sie können während der Küchenarbeit offen stehen, ohne dass man sich den Kopf stößt!
Total "out" ab sofort ist jegliches Türenschlagen: Anschlags- und Einzugsdämpfungen gehören mittlerweile zum Standard jeder modernen Einbauküche. Damit werden z.B. Auszüge und Schranktüren in der Küche ganz automatisch kurz vor dem Schließen sanft abgebremst, um dann praktisch unhörbar an den Korpus anzuschlagen.
Und: Immer mehr Wert wird auf eine durchdachte Planung der Arbeitszonen gelegt. Das spart nicht nur Wege, sondern ermöglicht vor allem auch die richtige Körperhaltung und schafft flüssige Arbeitsabläufe.
Küchengestaltung – nur „Frauensache“?
Ist nicht mehr, sagen die Küchen-Experten. Geht es um eine neue Küche, dann sollen Partner auch von Anfang an gemeinsam planen und konzipieren. Eine Ansicht, die sich heute in der „modernen Generation“ übrigens bereits längst im Verkaufsalltag durchgesetzt hat.
Bleibt daher die Frage, wer der bessere Küchenplaner ist. Diplomatisches Urteil der Küchenberater: Nicht besser, nicht schlechter – einfach „anders“. Denn Frauen haben meist die Komplexität der Küche im Blickfeld. Aussehen, Praktibilität, Pflegeaufwand, Accessoires etc. Männer hingegen – man glaubt es kaum! – verbeißen sich gerne in Detailfragen, wobei vor allem die technischen Geräte eine große Rolle spielen. Haben sie sich z.B. erst einmal in das neueste Modell eines „High-Tech“-Dampfgarers verliebt, werden alle anderen Überlegungen diesem Detail beinahe kompromisslos untergeordnet. Und auch Imageaspekte der neuen Küche spielen bei Männern eine größere Rolle als bei Frauen. Kennen wir doch schon von Autos und Handys…
So geht man die Planung richtig an
Im Schnitt bleiben wir unseren Küchen treu. Und das im wesentlichen auch zehn bis zwanzig Jahre lang. Daher gilt: Plane deine Küche aktiv mit, schließlich musst du in ihr arbeiten und wohnen!
Küchenplanung macht Spaß. Also, bevor es zur professionellen Küchenplanung im Geschäft geht, fertige selbst eine Skizze an, wie deine Traumküche aussehen soll. Diese Zeichnung muss technisch nicht perfekt sein, jedoch in sich stimmig. Ein Tipp: Manche Küchenstudios haben bereits vortgefertigte Planskizzen, mit denen es sich ziemlich leicht arbeiten lässt.
Wichtige Vorfragen und Überlegungen sind dabei: Wer arbeitet hauptsächlich in der Küche? Wer macht was? Wo befinden sich Strom- und Wasseranschlüsse? Die Höhen der Arbeitsflächen sollten auf den „Chefkoch“ oder „Chefköchin“ zugeschnitten sein. Wichtig ist auch die Frage nach der Rechts- oder Linkshändigkeit der in der Küche arbeitenden Personen.
Ist diese Skizze erst einmal angefertigt, dann lasse die Profis ran und planen. Alle guten Küchenstudios oder Einrichtungshäuser bieten dieses Service an. Seine eigenen Überlegungen sollte man vorerst einmal für sich behalten und dann die Vorstellungen der professionellen Planer mit den eigenen vergleichen. Übrigens vergleichen: Es zahlt sich aus, anhand eines detaillierten Planes stets mehrere Preisangebote einzuholen!







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