"Nach dem langen Finale in Paris möchte ich um jeden Preis eine Verletzung vermeiden und kann daher meine Titelverteidigung bei den Gerry Weber Open nicht antreten", teilte der Weltranglisten-Erste auf seiner Homepage mit, warum er auf dieses Wimbledon-Vorbereitungsturnier verzichtet.
Vermutlich war auch ein wenig Enttäuschung mit im Spiel. Die French Open bleiben das einzige Grand-Slam-Turnier, das der weltbeste Tennisspieler noch nicht gewonnen hat. Mit einem Sieg wäre Federer der sechste Spieler geworden, der in allen vier Grand-Slam-Turnieren mindestens einmal triumphiert hat: Andre Agassi, Donald Budge, Roy Emerson, Rod Laver und Fred Perry. Und erst der dritte nach Budge und Laver, der alle vier Grand Slam-Titel zur gleichen Zeit innegehabt hätte.
"Enttäuschungen verschwinden schnell. Das wird mich nicht umbringen", blickte Federer am Sonntag wieder in die Zukunft. Am 8. Juli will er den Borg-Rekord gebrochen und zum fünften Mal in Folge in Wimbledon gewonnen haben. "Wenn ich diesmal in Paris gewonnen hätte, wären mir nicht mehr viele Ziele geblieben", gab sich der Schweizer, der zehn der jüngsten 15 Grand-Slam-Turniere gewonnen hat, pragmatisch.
Auch Sieger Nadal streute Federer Rosen. "Was er geleistet hat, hat fast noch niemand geschafft. Als Pete Sampras Nummer eins war, hatte er 5.500 Punkte. Roger hält bei 8.000 Punkten, das sagt doch alles", meinte der Spanier, der mit dem Paris-Hattrick seinerseits einen Borg-Rekord eingestellt hat. Auch Nadal blickte am Montag bereits in Richtung Wimbledon. "Aber Gras liegt mir nicht. Das wird ein schwieriges Turnier für mich. Dort ins Finale zu kommen, wird hart", sagte er.
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