Das ÖOC hatte zuvor in einer Erklärung seines Präsidenten Dr. Leo Wallner gefordert, dass der Skiverband die vom IOC auferlegte Sanktion in Höhe von einer Million Dollar übernehmen solle. Dafür sieht Schröcksnadel zwar weiterhin keinerlei rechtliche Grundlage, er will aber dieses Thema vom Tisch haben.
"Deshalb sind wir bereit, das Geld zweckgebunden zu zahlen." Ein Notar oder auch das Sportstaatssekretariat solle überwachen, dass die Million Dollar in Hinblick auf Olympia "sinnvoll" in einem Antidoping-Kampf eingesetzt werde. So könnten davon auch Ärzte während der Olympischen Spiele eingesetzt werden. Dies könne dem ÖOC recht sein, da Dr. Wallner in Interviews geklagt habe, dass das Geld für die medizinische Betreuung fehle.
"ÖOC soll sich nicht bei uns abputzen!"
In der Frage der drohenden Sperren von Betreuern hält sich Schröcksnadel weiter bedeckt. "Wir müssen abwarten, was das ÖOC Dienstag beschließt. Erst dann reagieren wir." Ausdrücklich wiederholte der Ski-Präsident, dass auch Langlauf-Chef Markus Gandler bisher vom Skiverband nicht suspendiert sei. Schröcksnadel: "Ich habe dies auch nie gesagt!"
Bei der Dringlichkeitssitzung des ÖOC wird Peter Schröcksnadel am Dienstag nicht anwesend sein, da er sein Amt als ÖOC-Vize ruhend gelegt hat. "Ich will da auch gar nicht dabei sein!" Er kündigte aber an, entsprechende Beschlüsse umzusetzen: "Was bleibt uns auch anderes übrig?" Er legt aber großen Wert darauf, "dass sich das ÖOC jetzt nicht bei uns abputzt".
Der Skiverband habe sich immer gegen Doping eingesetzt und "sich auch nach Turin korrekt verhalten". Schröcksnadel: "Wir sind mit den Vorgängen anlässlich der Olympischen Spiele nie lasch vorgegangen." Deshalb forderte er im Interview mit der "Krone" erneut, dass eine unabhängige Kommission prüfen solle, ob dem Skiverband und/oder dem ÖOC ein Fehlverhalten nachzuweisen sei.
Von Olaf Brockmann, Kronenzeitung
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