Biss-Attacke

Politiker und Opfer gehen auf “Kuschelkurs”

Österreich
02.02.2007 19:34
Sanfte Töne gegen raue Sitten: Nach der Bissattacke eines hohen Politikers auf einen jungen Kritiker im Burgenland verpassten sich die Streithähne selbst einen Maulkorb. Sie wollen über die peinliche Affäre kein Wort mehr verlieren. Mit einer gemeinsamen Erklärung an die Staatsanwaltschaft legten sie den Konflikt zähneknirschend bei.

"Ich bin froh, dass die Sache jetzt aus der Welt ist", betont Landtagspräsident Walter Prior. Der SP-Abgeordnete hat im "Landhausstüberl" in Eisenstadt nach einem heftigen Streit um die Politik einen Kritiker (22) in den Unterarm gebissen. "In Panik", so Prior, "ich fühlte mich bedroht."

Eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen ihn schlug hohe Wellen. Das junge Opfer litt indes mehr unter dem Medienrummel als unter der Bisswunde. Deutsche Reporter bombardierten Martin W. mit Anfragen. "Mir tut es Leid, dass es so weit gekommen ist", beteuerte der 22-Jährige. Ein Freund, der bei dem nächtlichen Tumult dabei war, sprang für ihn ein und führte ein Treffen mit Prior in dessen Büro im Landhaus herbei.

Unter den Augen eines Beamten der Sicherheitsdirektion unterschrieben die geläuterten Streithähne einen "Friedensvertrag". Alle waren sichtlich erleichtert. Druck, wie die ÖVP behauptete, sei laut Bissopfer nicht ausgeübt worden. Jetzt soll Gras über die peinliche Affäre wachsen. 

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