11.12.2017 12:23 |

Ursache unklar

Großeinsatz nach Fehlalarm in Brenner Basistunnel

Riesenwirbel Montagfrüh im Brenner Basistunnel, der künftig längsten unterirdischen Eisenbahnröhre der Welt! Im Erkundungsstollen Ahrental-Pfons südlich von Innsbruck wurde Feueralarm ausgelöst. 18 Arbeiter flüchteten panisch in einen Rettungscontainer. Zunächst wurde angenommen, dass eine Tunnelbohrmaschine in Brand geraten war. Wenig später dann die Entwarnung: Es war ein Fehlalarm! Ein Rauchsensor ist aus noch ungeklärter Ursache aktiviert worden.

Gegen 8.15 Uhr ging bei der Leitstelle Tirol der Notruf ein. Laut erster Meldung sei im Bereich einer Tunnelbohrmaschine Feuer ausgebrochen. Über 50 Arbeiter waren zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe - der Großteil davon konnte den Stollen verlassen und sich in Sicherheit bringen. 18 Personen flüchteten in einen Rettungscontainer.

Dutzende Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Rettung waren binnen Minuten vor Ort. Und es überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst gab es etwa Meldungen, dass drei Arbeiter vermisst werden. Auch eine Kontaktaufnahme zu den Männern im Rettungscontainer scheiterte anfänglich.

Rauchsensor wurde aktiviert

Knapp eine Stunde später dann die Entwarnung: Es handelte sich um einen Fehlalarm! "Nach derzeitigem Stand gab es keinen Brand. Es wurde aus noch unbekannter Ursache ein Rauchsensor aktiviert", sagt BBT-Sprecherin Sabine Fritzer. Verletzt wurde niemand. Es habe zu keiner Zeit Gefahr für Personen bestanden. Es wurden auch keine Anlagenteile beschädigt. Die Arbeiten wurden gegen Mittag bereits wieder aufgenommen.

Der in Bau befindliche Brenner Basistunnel ist ein Eisenbahntunnel zwischen Innsbruck und Franzensfeste (I). Mit einer Länge von 64 Kilometern wird dies künftig die längste unterirdische Zugverbindung der Welt sein. Die Fertigstellung für das rund 8,5 Milliarden € teure Projekt ist für das Jahr 2026 geplant.

Hubert Rauth und Anna Haselwanter, Kronen Zeitung

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