09.12.2017 21:10 |

Wahlkampf fair bis zur letzten Minute!

Bis zur letzten Minute, bis zum Samstag Abend, blieb der Wahlkampf um den Bürgermeister fair. Das deutet darauf hin: Die beiden Kandidaten Harald Preuner und Bernhard Auinger könnten eine "große Koalition" bilden, eine neue Stadtverfassung beschließen und endlich den Streit um jeden schiefen Kanaldeckel beenden.

Wie locker die Parteistrategen die demokratische Auseinandersetzung nehmen, zeigte sich, als der Historiker MMag. Michael Neureiter ein Wahlplakat aus dem Jahr 1974 in seinem Archiv entdeckte: Der damalige Landeshauptmann Hans Lechner (übrigens in Graz geboren) bindet sich seine Krawatte.

43 Jahre später: Spitzenkandidat Bernhard Auinger ist auf seinem "Startklar!"-Plakat ebenfalls mit Krawatte zu sehen, das Bild entstand bei einem Foto-Shooting der Agentur Salic.

Anzeichen für "große Koalition" und neue Stadtverfassung

Prompt ortete VP-Geschäftsführer Wolfgang Mayer auf Facebook eine "Plagiats-Affäre" und alle schmunzelten.

Der Humor und der gegenseitige Respekt sollten künftig eine entscheidende Rolle spielen, sind sich Harald Preuner und Bernhard Auinger ziemlich einig, wenn man ihre Aussagen in Gesprächen vergleicht.

Ein Plakat aus 1974 sorgte für Schmunzeln bei Strategen

Beide nervt das mühsame Bilden von Mehrheiten im Gemeinderat und im Stadtsenat. Rot (15 Mandate) und Türkis (8 Mandate) verfügen im 40-sitzigen Gemeinderat über eine satte absolute Mehrheit.

Doch auf Grund der alten Stadtverfassung regieren die Bürgerliste (6 Mandate) und die NEOS (5) mit je einem Vertreter mit, Stadtrat Padutsch und Stadträtin Unterkofler. Im Senat wird es noch unübersichtlicher: Fünf Sozialdemokraten, drei VP-Mitglieder, zwei Grüne, ein Pinker und ein Freiheitlicher.

Tenor: So kann man eine moderne Stadt nicht führen, es gehört die Verfassung durch einen Beschluss im Landtag geändert.

Und: Die beiden Parteien müssen sich auf ein Regierungsprogramm einigen, das dann auch durchgezogen wird. Beispiel: Verlängerung der Lokalbahn bis zum Mirabellplatz und Ausbau des O-Bus- und Albus-Netzes in der ganzen Stadt.

Vor allem bei den heiklen Fragen der Sicherheit sind Preuner und Auinger einig: Beim Bettel-Verbot vertreten beide eine eher rigorose Linie.Weihnachtsfeier bei der Feuerwehr in GniglDie Einsatzbereitschaft der Berufsfeuerwehr und der vier Freiwilligen Löschzüge wissen beide Kandidaten zu schätzen.

So gab es Samstag Abend einen letzten gemeinsamen Termin: Bei der Weihnachtsfeier der Wache Gnigl, die gut ausgerüstet besonders auf technische Einsätze spezialisiert ist.

Der Pferde-Fan Auinger schaute dann noch bei der "Amadeus Horse" in der Salzburg Arena vorbei.Ein großes "Wahl Extra"

in der Montag KroneMontag finden Sie in der "Krone" ein großes "Wahl Extra" mit Ergebnissen, Interviews und Analysen sowie Stimmungsberichten aus dem Schloss Mirabell.

Hans Peter Hasenöhrl, Kronen Zeitung

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