06.12.2017 15:04 |

Verheerende Feuer

Kalifornien: Zehntausende fliehen vor Buschbränden

Kalifornien kämpft erneut mit verheerenden Buschbränden. Nach Angaben der örtlichen Behörden mussten bis Dienstag Zehntausende Menschen in dem US-Bundesstaat ihre Häuser verlassen. Mindestens ein Mensch kam durch die Feuer ums Leben, mehr als 150 Gebäude wurden demnach bereits zerstört, rund 250.000 Haushalte sind ohne Strom.

Heftige Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h fachten die Flammen an, die auf die Stadt Ventura im Süden des US-Bundesstaats vorrückten. Die Aussichten, die Brände rasch unter Kontrolle zu bekommen, seien "nicht gut", sagte der Feuerwehrchef von Ventura County, Mark Lorenzen. Dies hänge von "Mutter Natur" ab. Mehr als tausend Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Gouverneur ruft den Notstand aus
Die Flammen erreichten nach Angaben des Feuerwehrchefs bereits den östlichen Stadtrand von Ventura. Die Stadt am Pazifischen Ozean hat rund 100.000 Einwohner. Die Feuerwehr wies bis Dienstag mehr als 27.000 Menschen an, ihre Häuser zu verlassen. Das bisher einzige registrierte Todesopfer kam laut Lorenzen auf der Flucht vor den Flammen ums Leben, als sein Wagen sich überschlug. Der Gouverneur des Bundesstaates Kalifornien, Jerry Brown, verhängte den Notstand.

Die Flammen fraßen sich durch staubtrockenes Buschland fort. Der Norden des Bezirkes Los Angeles lag unter dichtem Rauch. Der Bürgermeister der gleichnamigen Stadt, Eric Garcetti, rief die Bevölkerung zu Vorsicht auf, weil durch Funkenflug jederzeit neue Brände aufflammen und sich kleine Brandherde rasend schnell ausbreiten könnten.

Dürre begünstigt Ausbreitung der Flammen
Die Region leidet bereits seit Jahren unter Dürre, was nach Angaben des Feuerwehrchefs die rasante Ausbreitung der Flammen begünstigte. Kalifornien war dieses Jahr bereits von verheerenden Bränden heimgesucht worden. Im Oktober kamen bei Flächenbränden in den weiter nördlich gelegenen Weinanbaugebieten mehr als 40 Menschen ums Leben.

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