Wahlkampf-Schwenk

Freundlichere Töne bei der SPÖ, aber einer stört

Österreich
22.09.2017 15:41

Statt Klassenkampf und komplizierten Wirtschaftsthemen schwenkt Bundeskanzler Christian Kern jetzt auf freundlichere Töne in seinem Wahlkampf. Der SPÖ-Spitzenkandidat setzt bei seiner am Freitag gestarteten Kampagne mehr auf Zukunft und Kinder. Gestört wird der frische Kurs nur vom üblichen Krawall gegen die ÖVP, den Kerns Genosse, Klubobmann Andreas Schieder, schlägt.

(Bild: AFP)

Die "Holen Sie sich, was Ihnen zusteht"-Phase der Kern-Kampagne ist seit Freitag überwunden. Der SPÖ-Chef zeigt sich nun in seiner Rolle als Familienvater, der "an die Zukunft denkt" und "Veränderung mit Verantwortung" verspricht.

(Bild: APA/HANS PUNZ)

Konkretere politische Themen schwingen dabei mit: Junge Familien sollen durch Mietobergrenzen und die Übertragung der Maklergebühren an den Vermieter leichter leistbare Wohnungen finden. Erneut betont Kern auch seine Koalitionsbedingung, dass es Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr geben soll. Zudem wiederholt der wahlkämpfende Kanzler sein Ziel der Gratis-Ganztagsschule. Insgesamt bemüht sich Kern um eine freundliche Stimmung.

(Bild: AFP)

Ganz gelingt das der SPÖ freilich nicht: Auch am Freitag hat es Klubobmann Schieder nicht lassen können, erneut ÖVP-Spitzenkandidat Sebastian Kurz zu attackieren.

SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)
SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder

Schieder wirft der ÖVP vor, sie würde ihr Abstimmungsverhalten im Parlament nach den Interessen ihrer Wahlkampfspender ausrichten. Dabei unterstellt Schieder der ÖVP, dass Großunterstützer aus der Industrie dahinterstehen könnten. Als Beispiele nennt Schieder die Haltung der ÖVP zum Mietrecht oder zu den Bankomatgebühren.

Kronen Zeitung

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