Do, 21. Juni 2018

Wert von 2,5 Mio. €

12.09.2017 16:28

19 Gemälde gestohlen: Spediteur als Täter entlarvt

Happy End im Fall eines jahrelangen Kunstkrimis: Nachdem 19 Gemälde des deutsch-österreichischen Künstlers Georg Baselitz im Gesamtwert von 2,5 Millionen Euro gestohlen worden waren, klickten nun für einen mutmaßlichen Haupttäter die Handschellen. Der 39-Jährige hatte seine Position in einer Spedition ausgenutzt.

Erst als eines der Beutestücke zum Kauf angeboten wurde, kamen die Ermittlungen ins Rollen. Lange blieb der Diebstahl unbemerkt. Auch kein Wunder: Ein ehemaliger Fahrer einer Spedition in Bayern hatte sich im Zeitraum zwischen 2015 und 2016 nach und nach die 19 Gemälde unter den Nagel gerissen. Aus irgendeinem Grund fielen die Taten nicht auf.

Komplizen verpfiffen
Jüngst klickten nach umfangreichen Ermittlungen und dank Hinweisen von Kunsthändlern (unter anderem aus Österreich) für den Hauptverdächtigen in Leverkusen die Handschellen. Und dieser verpfiff auch gleich zwei mutmaßliche Komplizen, die ihm beim Weiterverkauf behilflich gewesen sein sollen.

Ein Großteil Beute, die rund 2,5 Millionen Euro wert sein dürfte, konnte sichergestellt werden - nach vier gestohlenen Gemälden wird noch gesucht. Die drei Verdächtigen schweigen eisern.

Rot-weiß-rote Staatsbürgerschaft verliehen
Bei den 19 Gemälden handelt es sich ausschließlich um Werke von Georg Baselitz, einem der wichtigsten zeitgenössischen Künstler. Der gebürtige Deutsche lebt seit 2013 in Salzburg - wo er zwei Jahre später aufgrund seiner außerordentlichen Leistung für die österreichische Kunst und auch seiner Großzügigkeit gegenüber unseren Museen die rot-weiß-rote Staatsbürgerschaft verliehen bekam.

Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung

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