Do, 20. September 2018

Keine Entscheidung

02.09.2017 16:23

Abwarten bei Rückkehrheim

Das Ministerium steigt bei angekündigten Rückkehrzentren für Migranten mit negativem Asylbescheid auf die Bremse. Die Pläne für ein Heim in der Steiermark sind jetzt auf Eis gelegt. Für Kärnten gibt es noch "keine Entscheidung", wird erklärt.

Der Bund hat bei den Quartieren Durchgriffsrechte. Drei neue Zentren für Rückkehrer sollen Kärnten, Tirol und der Steiermark aufoktroyiert werden. Die Idee: Asylwerber mit negativem Bescheid zur freiwilligen Heimkehr zu bewegen. Im Süden ist mit November die Umwandlung des Asylquartiers Krumfelden in so ein Rückkehrzentrum geplant.

Nach erster Kritik an der "Blitzentscheidung" für die neuen Bundeseinrichtungen rudern die Planer jetzt offenbar zurück. Die Pläne für ein Quartier in Steinhaus am Semmering wurden plötzlich auf Eis gelegt. Auch das - bereits als sicher angekündigte - Rückkehrzentrum Krumfelden wackelt wieder. "Es gibt noch keine Entscheidung - wir wollen abwarten, was die Gespräche mit der Gemeinde ergeben", sagt Alexander Marakovits, Sprecher im Innenministerium. Man sei jetzt erst in der Planungsphase.

Wie Alexander Benedikt, Bürgermeister der betroffenen Gemeinde Althofen erklärt, hat das Innenministerium einen Besuch binnen der kommenden drei Wochen angekündigt. "Es scheint, dass noch nichts in Stein gemeißelt ist", so der Gemeindechef. Anders in Tirol: Das Rückkehrquartier Bürglkopf in Fieberbrunn scheint als einziges fix. Im Gegenzug soll die Gemeinde mehr Polizeikräfte erhalten.

Thomas Leitner, Kärntner Krone

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