17.08.2017 13:36 |

Drama in Vorarlberg

Einjähriger Bub in heißem Auto zurückgelassen: Tot

Schockierender Vorfall in Vorarlberg: Ein 19 Monate alter Bub ist am Dienstagnachmittag tot in einem Auto aufgefunden worden. Das Kleinkind dürfte von seiner 17-jährigen Mutter und ihrem Freund für mehrere Stunden in dem extrem heißen Fahrzeug zurückgelassen worden sein. "Das Auto war längere Zeit der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt", so eine Polizeisprecherin gegenüber krone.at. Eine Obduktion am Donnerstag bestätigte, dass der Einjährige aufgrund der Hitzeeinwirkung starb.

Das Drama ereignete sich im Bezirk Bludenz. Nach Angaben der Polizei waren die 17-Jährige und ihr 20-jähriger Freund mit dem Einjährigen am Dienstagvormittag von Tirol nach Vorarlberg zurückgefahren. Weil der Bub eingeschlafen war und sie ihn nicht aufwecken wollte, ließ die junge Frau das Kleinkind im Auto zurück. Sie selbst und ihr Freund - der nicht der Kindsvater ist - begaben sich in die Wohnung, wo sie nach der anstrengenden Autofahrt beide einschliefen.

Enorme Hitze im Wagen
Als sie wieder aufwachten, gingen sie gegen 13 Uhr zum Wagen, um das Kind ins Haus zu holen, der Einjährige war zu dem Zeitpunkt aber schon tot. Die Außentemperatur betrug an diesem Tag 30 Grad, im Inneren des Autos war es immer heißer geworden.

Fahrlässige Tötung?
Das Obduktionsergebnis am Donnerstag bestätigte den Verdacht des Hitzetodes. Die Kindsmutter und der 20-Jährige wurden vom Kriseninterventionsteam betreut. Gegen die 17-Jährige wird ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung eingeleitet.

 krone.at
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